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Ende in Sicht: Die Michaelskapelle am Schwaiganger in Dietramszell wird im November 2017 geschlossen. Die Gründe sind die schlechte Bausubstanz und die schwache Gottesdienstbeteiligung.

Schließung Ende 2017

Kirche gibt Michaelskapelle in Dietramszell auf

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Dietramszell – Ende 2017 wird die Michaelskapelle in Dietramszell schließen. Warum sich die evangelische Kirche dazu entschlossen hat und was das für die Protestanten im Ort bedeutet.

„Wir feiern sehr gerne in der Kapelle Gottesdienste. Aber wir müssen uns den Realitäten stellen“, sagt Pfarrer Peer Mickeluhn. Die Realitäten, das sind die schlechte Bausubstanz der Michaelskapelle und die geringe Gottesdienstbeteiligung. Trotz großer Bemühungen, so der Inhalt einer Pressemitteilung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Holzkirchen, habe sich weder das eine noch das andere nachhaltig verbessern lassen. Nach intensiven Beratungen und der Sichtung aller Alternativen habe sich der Kirchenvorstand schweren Herzens entschlossen, das Gotteshaus zum Ende des Kirchenjahres 2016/17 zu schließen. Das wäre laut Kirchenkalender am Ewigkeitssonntag im November des kommenden Jahres.

Die Aufgabe der Michaelskapelle stand vor ziemlich genau einem Jahrzehnt schon einmal zur Debatte. 2006 konnte ein Verkauf durch das finanzielle Engagement des Warngauer Unternehmers Peter Schilffarth verhindert werden. In den vergangenen Jahren habe es viele Versuche gegeben, die Kapelle zu erhalten, erklärt Mickeluhn in der Pressemitteilung. In Zukunft müsse und werde sich die Kirchengemeinde stattdessen auf die beiden Gemeindezentren in Holzkirchen und Sauerlach konzentrieren. So könne sie auch weiterhin den Bauunterhalt aller Gebäude bezahlen.

Wie das Grundstück am Schwaiganger und die 1961 erbaute Kapelle samt Mesnerwohnung und Gemeinderaum künftig verwendet werden, sei derzeit noch ungeklärt. Unter anderem befinde sich die Kirchengemeinde im Gespräch mit weiteren kirchlichen Institutionen und der Landeskirche. Als zuständiger Sprengelpfarrer wird Mickeluhn die Dietramszeller Protestanten auch weiterhin betreuen.

cw

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