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Ein Friedwald ist für viele Menschen eine echte Alternative zum klassischen Friedhof. 

Alternative Bestattungsform

Ein Friedwald für Dietramszell

Dietramszell - Der Gemeinderat erwägt, im Zeller Wald einen so genannten Friedwald zu errichten. Die Bestattung unter Bäumen ist relativ neu, aber sehr begehrt. Das Grundstück würde Fabian von Schilcher zur Verfügung stellen.

Im Zeller Wald könnte demnächst ein Friedwald entstehen. Bestattungen wären dann nicht mehr nur auf dem Friedhof möglich, sondern auch in einem naturbelassenen Waldareal am Fuße eines Baumes. Fabian von Schilcher erklärte sich bereit, der Gemeinde zu diesem Zweck ein etwa 40 Hektar großes sichelförmiges Gebiet südöstlich vom Waldweiher zur Verfügung zu stellen.

Tröstliche Alternative zum klassischen Friedhof

In der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterte Dr. Hans-Adam von Schultzendorff von der Friedwald GmbH das Konzept der in Deutschland noch relativ neuen Beisetzungsform. Das Unternehmen mit Sitz im hessischen Griesheim bietet seit dem Jahr 2000 bundesweit an inzwischen 56 Standorten die Möglichkeit zur Baumbestattung an. „Vor allem sehr naturverbundene Menschen empfinden den Friedwald als tröstliche Alternative zum klassischen Friedhof“, erklärte der für die Waldakquise zuständige Forstdirektor. Grabpflege sei dort nicht nötig – aber auch nicht möglich: „Die Natur bleibt, wie sie vorher war.“ Je nach Wunsch der Angehörigen werde aber eine Namenstafel mit einer zusätzlichen Inschrift am Baum angebracht.

Der Wald steht nach wie vor jedem offen

Als Erholungsgebiet stehe der Wald nach wie vor für jeden Besucher offen. Für die Verkehrssicherung ist weiterhin der Waldbesitzer verantwortlich. Die Gemeinde legt als Friedhofsträger Satzung und Gebühren fest und teilt die Grabstellen zu. Als „Erfüllungsgehilfe“ fungiert dabei die Friedwald GmbH, betonte von Schultzendorff. Der zusätzliche Aufwand für die Kommune beschränke sich erfahrungsgemäß auf etwa einen halben Arbeitstag pro Jahr. Dafür erhält sie laut Austauschvertrag drei Prozent des jährlichen Nettoumsatzes.

Der Gemeinderat ist angetan von der Idee

Ein innovatives Image für Dietramszell, deutschlandweite Werbung und positive Auswirkungen für die örtliche Gastronomie durch die Besucher: Die von dem Firmenbeauftragten vorgetragenen Vorteile überzeugten die Gemeinderäte. Zweiter Bürgermeister Michael Häsch (CSU) befürchtete jedoch, dass durch das Verkehrsaufkommen der Zustand der Kiesstraße Richtung Hartpenning leide. Fabian von Schilcher beruhigte ihn: „Ich wäre bereit, die Weginstandhaltung zu übernehmen.“ Ein Parkplatz für 15 bis 20 Autos soll nördlich vom Waldweiher an der Abzweigung der Felix-Müller-Straße entstehen.

Die Verwaltung soll Verhandlungen führen

Einstimmig beschlossen die Räte nach einer kurzen Diskussion, die Verwaltung mit den Vertragsverhandlungen zwischen der Gemeinde, Waldbesitzer von Schilcher und der Friedwald GmbH zu beauftragen. Auf Anregung von Stephan Ailler (CSU) soll danach über deren Ergebnis und über die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans erneut abgestimmt werden.

von Clara Wildenrath

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