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Begehrtes Objekt: Für das Grundstück der Wiedenbauer KG am Schmiedberg in Baiernrain gab es diverse Interessenten. Die Gemeinde stieg bei 800 000 Euro aus. Den Zuschlag bekam eine Bietergemeinschaft. 

Warum die Gemeinde ausstieg

1,2 Millionen Euro für Wiedenbauer-Areal

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Dietramszell – Das Wiedenbauer-Areal ist versteigert. Eine ortsansässige Bietergemeinschaft erhält den Zuschlag. Die Gemeinde geht leer aus.

Bei 800 000 Euro stieg die Gemeinde aus. Mehr konnte Dietramszell für das Grundstück der Wiedenbauer KG in Baiernrain nicht bieten. Den Zuschlag bei der Zwangsversteigerung am Donnerstagvormittag erhielt schließlich eine ortsansässige Bietergemeinschaft: Für knapp 1,2 Millionen Euro ging das zirka 3600 Quadratmeter große Gelände mit mehreren Gebäuden an die Familie Martin Seibold aus Baiernrain.

Dass der Preis durch private Interessenten so weit in die Höhe getrieben wurde, fand Rathauschefin Leni Gröbmaier „bedauerlich“. Das Ziel der Bürgermeisterin war es gewesen, auf dem Areal Platz für Vereine zu schaffen und die Wohnbebauung einzuschränken. Wenige Tage zuvor erst hatte der Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplans für das betreffende Flurstück beschlossen. Nach dem Willen der Kommune soll der vorhandene Stadl in einen Festsaal für Vereinsveranstaltungen umgewandelt werden; in der ehemaligen Molkerei und dem Schlachthaus könnten unter anderem die Feuerwehr und Werkstätten für Kleingewerbe unterkommen.

Was aus diesen Plänen jetzt wird, ist fraglich. Denn bei der Aufstellung eines Bebauungsplans sind laut Baugesetzbuch sind die Interessen aller Betroffenen zu einzubeziehen – auch die des Grundstückeigentümers. Doch Dietramszells Zweiter Bürgermeister Michael Häsch ist zuversichtlich, dass sich die Wünsche der Gemeinde trotzdem verwirklichen lassen: „Wir sind froh, dass jemand aus der Ortschaft das Grundstück gekauft hat. Zusammen mit dem Besitzer werden wir eine vernünftige Lösung finden – sowohl für die Vereine wie für den Rest des Grundstücks.“

Was die neuen Eigentümer mit dem Gelände am Schmiedberg vorhaben, wissen sie selbst noch nicht genau: „Wir müssen dort erst jetzt einmal eine Bestandsaufnahme machen“, erklärte Elisabeth Seibold unserer Zeitung nach der Versteigerung. Ihr Mann Martin betreibt in der Alten Schule in Baiernrain eine Firma für Musikinstrumententeile. Die Familie habe nicht damit gerechnet, den Zuschlag tatsächlich zu erhalten, sagte sie. Im Prinzip solle es aber „wie bisher auch um Wohnen und Arbeiten“ gehen. Für Gespräche mit der Gemeinde Dietramszell sei man offen.

cw

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