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Ministerium gibt knapp 300 000 Euro fürs Schützenheim

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Von: Clara Wildenrath

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Freuen sich über den Förderbescheid: (v. li.) Die drei Dietramszeller Bürgermeister Anton Huber, Thomas Kranz und Josef Hauser.
Freuen sich über den Förderbescheid: (v. li.) Die drei Dietramszeller Bürgermeister Anton Huber, Thomas Kranz und Josef Hauser. © Clara Wildenrath

293 000 Euro erhält die Gemeinde Dietramszell als staatlichen Zuschuss für ihr neues Schützenheim. Den Förderbescheid gab‘s online.

Dietramszell – Es wirkt wie Zauberei: Gerade noch hielt Johann Kölbl in Rosenheim den Leader-Förderbescheid in die Kamera. Im nächsten Moment landet das Papier in der Hand von Bürgermeister Josef Hauser im Dietramszeller Rathaus. „Wir haben lange getüftelt, bis wir den Bescheid durch die Datenleitung bekommen haben“, scherzt Hauser.

Mit knapp 293 000 Euro fördert das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Rahmen des Leader-Programms den Bau eines Gemeinschaftshauses für den Schützenverein in Linden. Die Zusage dafür wollte die Gemeindeverwaltung eigentlich kürzlich mit allen Beteiligten bei einem kleinen Empfang im Rathaus feiern. Wegen der rapide gestiegenen Corona-Inzidenzen wurde die symbolische Übergabe des Förderbescheids kurzfristig in den virtuellen Raum verlegt. „Das hatten wir in dieser Form noch nie“, erklärt Thomas Gründl, Bürgermeister von Bad Heilbrunn und Vorsitzender der lokalen Leader-Aktionsgruppe (LAG). Das geplante Schützenheim bezeichnet er als „Aushängeschild des Landkreises“.

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Auch Leader-Koordinator Kölbl von der zuständigen Rosenheimer Behörde lobt das Projekt: Mit multifunktionalen Räumlichkeiten fördere es den sozialen Zusammenhalt, das bayerische Kulturerbe und die dörfliche Entwicklung. Architekt Robert Illner erläutert noch einmal kurz die Baupläne. Das barrierefrei zugängliche Haus beherbergt im Erdgeschoss einen Gruppenraum mit kleiner Küchenzeile für „Zusammenkünfte aller Art“. Im Keller entsteht ein großer Multifunktionsraum, der aufgrund der Hanglage auch von außen zugänglich ist. Er soll nicht nur vom Schützenverein, sondern dank der digitalen, leicht demontierbaren Schießstände auch von anderen Vereinen und der Kinderspielgruppe „D’Zeller Zwergerl“ genutzt werden. Die Energieversorgung erfolgt über Fernwärme durch eine benachbarte Hackschnitzelheizung.

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Gwendolin Dettweiler, die das LAG-Management als externe Beraterin unterstützt, betont bei dem Online-Meeting: „Ich freue mich wahnsinnig, dass wir beim Schützenheim auch die Eigenleistung der Vereine fördern können.“ Das spare Kosten und bedeute einen Mehrwert für die dörfliche Gemeinschaft. „Das schweißt zusammen. Genau das brauchen wir in der jetzigen Zeit“, meint auch Illner.

Wie Dettweiler erläutert, werden Eigenleistungen und Materialspenden zu 60 Prozent ihres Einkaufswerts angesetzt. Davon die Hälfte kann dann gefördert werden – ebenso wie bei den tatsächlich entstehenden Kosten. Auch für die Einrichtung des Gemeinschaftshauses gibt es einen Zuschuss. Der Baupreis beläuft sich nach Gründls Angaben insgesamt auf rund 635 000 Euro. Das Alte Schulhaus in Linden, in dem der Schützenverein bisher beheimatet ist, soll nach dem Auszug des Kindergartens in Wohnraum umgewandelt werden.

cw

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