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Im Stil der Comedian Harmonists: Der Münchner Männerchor „Herrenbesuch“ sang beim 10. Kulinarischen Kulturabend im Gasthof Huber in Linden. 

10. Kulinarischer Kulturabend

Herrenbesuch im „oiden Stoi“ in Linden

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Der Münchner Männerchor „Herrenbesuch“ begeistert mit „Barbershop“-Musik sein Publikum in Linden. Der A-Capella-Chor ist bundesweit erfolgreich.

Linden – Herrenbesuch im Gasthof Huber in Linden, 30 Mann stark, zur Freude der Damen im Publikum. Schmächtige, kräftige, große, kleine, junge und ältere charmante Herren in rosa Hemden und schwarzen Westen – nein, nicht, was Sie jetzt denken. „Herrenbesuch“ ist ein solider Münchner Männerchor, der sich dem amerikanischen Musikstil „Barbershop“ verschrieben hat.

Der bundesweit erfolgreiche A-Cappella-Chor war zu Gast am 10. Kulinarischen Kulturabend, organisiert vom Kulturverein Dietramszell, – und es war ein bezaubernder Abend. Draußen vor der Tür häuften sich immer noch die Schneeberge. Drinnen im „oidn Stoi“ vom Huber war‘s rustikal gemütlich. Die eng bestuhlten gedeckten Tischreihen waren voll besetzt – zur Freude von Organisatorin Ursula Rosche, Zweite Vorsitzende des Kulturvereins Dietramszell. „Es zeigt uns immer wieder, dass diese Veranstaltungsreihe, die nur im Winterhalbjahr stattfindet, bei Ihnen sehr gut ankommt“, begrüßte sie die Gäste.

Es ist aber auch eine geniale Kombination, Köstlichkeiten mit Kultur zu vereinen. Nach Rindercarpaccio mit Trüffelvinaigrette und Seeteufel an Weißwein-Zitronensoße gab es eine Halbzeit lang kunstvollen A-Cappella-Gesang der Herren in Rosé. 30 Sänger um Chorleiter Dominik Schaller stimmten ein in einen Chorgesang, auf charmant-komische Art interpretiert, vergleichbar der Comedian Harmonists.

„Lassen Sie mich unser Ensemble vorstellen“, begrüßte Schaller die Gäste. Die Bässe seien das Fundament – dumm, dumm. Die „Leads“ verkaufen die Melodie. Die Tenöre bringen den Glanz in den Klang. Der Rest des Ensembles seien die „Bodytöne“, die keine Texte können müssen.

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Der Herrenbesuch präsentierte überwiegend einen Gesangsstil, der in Amerika Ende des 19. Jahrhunderts aufkam: Schwarze Musiker sangen damals beim Bartstutzen beim Barbier vorwiegend Jazz-Songs und Gospellieder. Man nannte diese vierstimmig gesungenen Lieder „Barbershop“. Der Münchner Chor „Herrenbesuch“ mixt dazu moderne Popularmusik sowie deutsche Schlager aus der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts: „Ach, lass mich doch Dein Badewasser schlürfen“ des renommierten Operetten-Komponisten Walter Kollo, „I’m Walking“ von Fats Domino, den berühmten Jazz-Coffee-Song „Java Jive“ und den Gospel „Rock My Soul“.

Danach war es Zeit für eine Gesangspause und das köstliche Dessert – lauwarme Schokoladen-Tarte. Fazit: Ein Kulturabend, der nichts für Verfechter der schlanken Linie war. 

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