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Richtig Alarm machten die Musiker aus Holzhausen am Freitag in Ascholding. 

Neues Programm "Brassant"

Tromposaund reißt alle von den Stühlen

Dietramszell - Schmissig und lässig ist das neue Programm des Holzhauser Bläser-Sextetts Tromposaund. Die Gäste bei der Premiere im Ascholdinger Holzwirt waren hingerissen.  

Die Stimmung hätte am Freitagabend besser nicht sein können. Wie in einer sehr gemütlichen, nur übergroßen Bauernstube saßen die mehr als 300 Gäste im Ascholdinger Holzwirt dicht an dicht an langen Tischen und blickten erwartungsvoll Richtung Bühne. Mit dem schmissigen „Musik ist Trumpf“, dem unvergessenen Eröffnungslied der gleichnamigen Fernseh-Musikrevue von Peter Frankenfeld, eröffneten die jungen Burschen einen tollen Abend. Das neue Programm der Burschen vom Starnberger See heißt: „Brassant“. Geboten wird eine musikalische Reise auf dem „Tromposaund-Traumschiff“ durch ein musikalisches, höchst abwechslungsreiches 21-Gänge-Menü, also durch 21 verschiedene musikalische Leckerbissen. Und das im siebten Jahr des Bestehens von „Tromposound“, den Kunstförderpreisträgern des Landkreises von 2014.

Die Nudlberg-Polka ist dem Heimatberg des Sextetts gewidmet

Den Anfang des Abends bildeten wie auch bei den früheren Konzerten traditionell alpenländische, deutsche Klänge mit Walzern, Märschen und der „Nudlberg-Polka“ aus der Feder von Moritz Huber, gewidmet seinem Heimatberg in Holzhausen (Münsing). Das Sextett war prächtig aufgelegt und gestaltete die Anmoderationen ihrer jeweiligen Nummern mit Frotzeleien, Anekdoten, Verkleidungen und Witzen sehr unterhaltsam. Schon nach den ersten Liedern waren „Bravo“-Rufe zu hören. Diese wollten bei der bayerischen Fassung des Bill-Withers-Gospels „Lean on me“ – umgetextet und mit viel Gefühl interpretiert von Gast-Sänger Andreas Müller – gar nicht mehr verstummen.

Inspiriert von einer amerikanischen TV-Serie: "Im Auftrag der Ehre"

Nach der Pause setzte das musikalische Traumschiff zunächst über ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Unterstützt von Gast-Schlagzeuger Michael Ketelhut ertönte ein buntes Medley mit Titeln der US-amerikanischen Erfolgsserie „JAG – im Auftrag der Ehre“, einer erfolgreichen Fernsehserie, die in Navy-Kreisen spielt. Da Musik bekanntermaßen keine Grenzen kennt, bliesen sich die „Trompos“ um Schlagzeuger Quirin Sturm mit „Proud Mary“ zurück zum echten „boarischen Groove“. Darauf folgte die grandiose Einlage von Josef Schmid mit dem „Biermösl“-Klassiker „Wann i nachts vo da Stanz hoam geh“. Ein weiterer Höhepunkt: Die Hackbrett-Virtuosin und Gast-Solistin Johanna Höbel, eine Cousine der Holzhauser Huber-Buben, strafte alle jene Lügen, die sich die Kombination von Blechbläsern mit Hackbrett so gar nicht vorstellen können.

Schöne Erinnerungen an Paris und die Fußball EM

Neben den so unterschiedlichen musikalischen „Menü-Folgen“, meistens ausgewählt und arrangiert von Band-Chef Moritz Huber, erfuhr das vergnügte Publikum auch viel aus der Geschichte der Band. Dazu zählen Ausflüge in die Deutsche Botschaft nach Paris, ins Bierzelt auf der Wiesn sowie heuer als Mitwirkende auf die Bühne des größten Blasmusikfestival, dem „Woodstock der Blasmusik“ in Österreich. Der tolle Abend klang aus mit einem Lobgesang auf die bayrische Heimat (Mein Heimatland“), einer Bläser-Variante von „Über sieben Brücken musst Du gehen“, und zuletzt dem Hubert-von-Goisern-Hit „Weit, weit weg“, als Zugabe mit allen Gast-Solisten. Nach vergnüglicher Reise war man wieder in Bayern. Assunta Tammelleo

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