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In Kaprun im Salzburger Land wird Ökostrom produziert. Mit diesem wird demnächst auch die Gemeinde Dietramszell versorgt. 

Gemeinde tritt 17er Oberlandenergie bei

Ökostrom für Dietramszell

Dietramszell - Einstimmig haben die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung den Beitritt zur 17er Oberlandenergie GmbH befürwortet. Das heißt: Demnächst stammt der Strom aus einem österreichischen Wasserkraftwerk und ist 100 Prozent ökologisch. 

Die Vorteile für die Gemeinde: Ihr Kapital wird mit vier Prozent jährlich verzinst; zusätzlich erhält sie für jeden vom Verbund belieferten Kunden eine Aufwandsentschädigung von zehn Euro pro Jahr. Nach Angaben von Christian Eichberger, Geschäftsführer der 17er-Oberlandenergie, sind das derzeit 156 Bürger im Gemeindegebiet – was einem Plus von 1560 Euro jährlich für die Kommune entspricht. Für die Endverbraucher ändert sich durch die finanzielle Beteiligung der Gemeinde nichts. Knapp 10 000 Strom- und Gaskunden hat das seit Ende 2015 bestehende Unternehmen im Planungsverband Oberland bereits, berichtete Eichberger den Gemeinderäten. 

Die Idee dahinter: Die Region soll gestärkt werden

Gründungsgesellschafter sind die Städte Bad Tölz, Geretsried, Penzberg und Wolfratshausen sowie die Marktgemeinde Murnau. Weitere 17 Kommunen gehören dem Verbund aktuell als Teilhaber an – und fast täglich kommen neue dazu. „Unsere oberste Priorität ist es, die Region zu stärken“, betonte Eichberger, der nach eigener Aussage ehrenamtlich für die 17er Oberlandenergie arbeitet und außerdem Vertriebsleiter bei den Stadtwerken Bad Tölz ist. Seine wichtigsten Argumente für den Kunden: „Wir verkaufen 100 Prozent Ökostrom“ – zu Preisen, die „ganz vorn mit dabei sind“ im Konkurrenzkampf der großen Stromanbieter.

Die Gemeinde ist bis 2019 gebunden

Produziert wird der Strom derzeit fast ausschließlich in den Wasserkraftwerken im österreichischen Kaprun. Langfristig sei das Ziel, Energie auch in eigenen Anlagen vor Ort zu erzeugen. Alle anfallenden Tätigkeiten, wie Abrechnung und Beratung, sollen ebenfalls in der Region erledigt werden. Dietramszell selbst kann für seine eigenen Liegenschaften vorerst nicht zu dem neuen Energieversorger wechseln. Die Gemeinde ist vertraglich bis 2019 an die Kubus Kommunalberatung und Service GmbH und die Ausschreibung des Bayerischen Gemeindetags gebunden, erläuterte Bürgermeisterin Leni Gröbmaier. Clara Wildenrath

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