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Dietramszell will voralpenländische Prägung erhalten

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Von: Clara Wildenrath

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Blick auf das Kloster: Die Gemeinde Dietramszell hat insgesamt 63 Ortsteile und knapp 6000 Einwohner.
Die Gemeinde Dietramszell hat insgesamt 63 Ortsteile und knapp 6000 Einwohner. Welche Vorschriften bei Neubauten einzuhalten sind, darüber beriet der Dietramszeller Bauausschuss. © Hans Lippert

Der Bauausschuss Dietramszell berät über künftige Vorschriften bei Bauvorhaben. Die Vorschriften in der Ortsgestaltungssatzung sollen einfacher werden.

Dietramszell – Seit eineinhalb Jahren hat die Gemeinde eine neue Ortgestaltungssatzung. Weil sich der Bauausschuss bei der Genehmigung von Bauanträgen mit einer Vielzahl von Abweichungen befassen muss, sollen die Vorschriften noch einmal vereinfacht werden. Mehrmals wanderte die Entwurfsbesprechung in den vergangenen Monaten unbearbeitet vom Bauausschuss in den Gemeinderat und zurück. Im September formulierte die Arbeitsgruppe (AG) Baukultur einige konkrete Änderungsvorschläge.

Dietramszeller Bauausschuss berät über künftige Vorschriften bei Bauvorhaben

Nun diskutierte der Bauausschuss erneut darüber, welche Vorschriften er sich bei Bauvorhaben wünscht. Ziel ist – darüber waren sich alle Mitglieder einig – eine harmonische Eingliederung, um „das Ortsbild voralpenländischer Prägung zu erhalten“. Neu in die Gestaltungssatzung aufgenommen wurde auf Anregung der AG Baukultur beispielsweise der folgende Satz: „Neu- und Ersatzbauten sind so in die vorhandene Topografie einzubinden, dass ein möglichst geringer Eingriff in die natürliche Geländeoberfläche notwendig ist.“

Dafür entfielen Vorgaben, wie weit die Fußbodenoberkante des Erdgeschosses aus dem Hang ragen darf. Gestrichen wurde auch die bisherige Einschränkung, dass ein Kniestock im Obergeschoss bis maximal ein Meter Höhe gestattet ist.

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Gemeinderat Dietramszell hat letztes Wort

Die Dachgestaltung konkretisierte der Bauausschuss noch einmal: Bei Wohngebäuden sind Flachdächer unzulässig, bei Garagen und Carports dagegen möglich, wenn sie begrünt sind. Generell sollen Haupt- und Nebengebäude ein Satteldach mit symmetrischer Dachneigung erhalten. Ausgenommen davon sind beispielsweise Wintergärten, Terrassenüberdachungen sowie Spiel- und Gartenhäuser. Nach wie vor sind lediglich rote oder rotbraune Dächer erlaubt; in den Katalog neu hinzu kommen aber „Dacheindeckungen, die der solaren Energiegewinnung dienen“.

Bei Dachfenstern soll es künftig mehr Gestaltungsmöglichkeiten geben: Erstmals dürfen auch drei oder mehr aneinandergereiht werden. Firstbeleuchtungen sind künftig ebenfalls gestattet, wenn sie mit der Dachfläche in einer Ebene liegen.

Aufgrund der bereits fortgeschrittenen Stunde konnten die Gremiumsmitglieder nur weniger als die Hälfte der Paragrafen besprechen; den Rest vertagten sie auf die kommende Sitzung.

Über die empfehlenden Beschlüsse des Bauausschusses muss dann noch einmal der Gemeinderat gesondert abstimmen.  cw

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