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Gemeinderat billigt Bebauungsplan

Pflege-WG kommt voran: Baubeginn im nächsten Jahr?

Dietramszell – Dreimal wurde der Tagesordnungspunkt „Bebauungsplan Pflege-WG“ verschoben. Am vergangenen Dienstag konnte der Gemeinderat nun endlich den laut Bürgermeisterin Leni Gröbmaier „vorletzten Verfahrensschritt“ abschließen.

Ohne Gegenstimme billigte das Gremium den Entwurf eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für das Grundstück „Am Kreuzfeld“ in Dietramszell-Schönegg. Wie berichtet sollen dort zwei ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften und vier barrierefreie Appartements entstehen.

Bereits Ende August hatte die Kommune den geänderten Bebauungsplan wie vorgeschrieben allgemein zugänglich ausgelegt. Die beteiligten Behörden und andere Träger öffentlicher Belange äußerten kaum Einwände gegen das Projekt. Kleinere geforderte Änderungen konnten leicht eingearbeitet werden. Probleme sahen allerdings – wie schon bei früheren Pflege-WG-Plänen mit einem anderen Investor – die Anwohner unterhalb des Hanggrundstücks. Sie beklagten in einem Anwaltsschreiben die „nach wie vor mangelnde Berücksichtigung der sich durch die Neubebauung ändernden Abflussverhältnisse von Niederschlagswasser“ und forderten weitere Gutachten. Die Gemeinde ließ daraufhin von einem Ingenieurbüro eine neue hydrogeologische Untersuchung zur Regenwasserversickerung erstellen.

Zusätzlich entwickelte der Vorhabenträger, die „Maro Genossenschaft für selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen“, noch ein Konzept zur Regenwasserbeseitigung. Beide Untersuchungen hätten ergeben, so Gröbmaier, dass das Niederschlagswasser für die Unterlieger gefahrlos beseitigt werden könne. Auch auf die Grundwassersituation würden sich keine nachteiligen Auswirkungen ergeben.

Schwierigkeiten bereite jetzt noch ein Regenwasserkanal, der über den Grund der betroffenen Familie verläuft und nicht durch eine Grunddienstbarkeit abgesichert ist. Sollte der zum Ausgleich vorgeschlagene Grundstückstausch nicht akzeptiert werden, muss die Gemeinde den Kanal verlegen.

Nach der Zustimmung durch die Gemeinderäte muss der Bebauungsplan mit den geforderten Anpassungen nun erneut öffentlich ausgelegt werden. Im Januar soll dann der Beschluss über die Satzung auf der Tagesordnung stehen. „Nächstes Jahr kann der Bau beginnen“, erklärte die Rathauschefin optimistisch.

cw

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