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Das Mauerwerk an der Kirche ist schadhaft.

Putz muss erneuert werden

Wieder Schäden am Mauerwerk der Leonhardikirche

Dietramszell – An der Leonhardikirche muss das Mauerwerk erneut ausgebessert werden. Und der Förderverein der Kirche macht sich Sorgen um seine Zukunft.

Über fünfzig sakrale und sonstige Veranstaltungen stehen für das laufende Kalenderjahr im Terminbuch der Leonhardikirche. Bis zum Jahresende werden es gewiss noch etliche mehr sein. In der Jahresversammlung des Förderverein wiesen sowohl Vorsitzende Barbara Regul als auch Bürgermeisterin Leni Gröbmaier darauf hin, dass eine solche Vielzahl von Terminen nur dank dem „enormen Einsatz vieler Mitstreiter“ zu bewältigen sei. „Die ganze Mannschaft leistet hervorragende Arbeit“, lobte Gröbmaier.

Vorsitzende Regul aber macht sich bereits Sorgen über die Zukunft: „Jetzt geschieht noch sehr viel ehrenamtlich“, betonte die Vereins-Initiatorin. „Aber so wird es nicht bleiben, wenn wir einmal nicht mehr aktiv sind.“ Dann falle die Aufgabe, die Kirche mit Leben zu erfüllen, vermutlich an die Gemeinde.

Förderverein der Leonhardikirche will Jugend motivieren

Das müsse freilich nicht zwangsläufig so sein, meinten dagegen andere Vereinsmitglieder. „Wir müssen halt einfach die Jugend motivieren, das kann ganz gut klappen“, riet etwa Waltraud Bauhof aufgrund eigener Erfahrung bei der Betreuung von Flüchtlingen. Beisitzer Hans Kanzler rief dazu auf, die Zahl von derzeit 284 Mitgliedern weiter zu erhöhen und dafür vor allem bei der Jugend zu werben.

Bei den knapp 40 Versammlungsteilnehmern war der Optimismus eher gering. Vorstandsmitglied Leni Gröbmaier gab sich aber zuversichtlich, „dass die Solidarität wieder wächst, wenn mal Not am Mann ist.“ Noch ist die Situation keineswegs prekär, auch wenn Barbara Regul sechs Jahre nach Abschluss der Generalsanierung auf die Notwendigkeit neuerlicher Ausbesserungsarbeiten am Mauerwerk hinwies. Vor allem an der Wetterseite gebe es schon wieder deutlich sichtbare Schäden, betonte Regul und erklärte: „Das Kircherl steht halt mal im Grundwasser, und das ist hier nicht zu beseitigen.“ Deshalb müsse der Spezial-Putz teils wieder erneuert werden.

Zumindest Schatzmeisterin Michaela Hainz muss sich deswegen noch keine grauen Haare wachsen lassen. Mit insgesamt rund 30 000 Euro konnte sie im „etwas ruhigeren“ vergangenen Jahr zwar nur etwa zwei Drittel der Einnahmen von 2014 erzielen, davon aber immerhin knapp 19 000 Euro an die mittlerweile sechsstellige Vermögens-Rücklage verbuchen. Das heißt: Für die anstehenden Reparaturen an der Leonhardikirche reicht es allemal.

von Max Bachmair

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