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Waltraud Bauhof im Interview

Zehn Jahre SeniorenInfo: Wie alles begann

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Eine wichtige Institution im Landkreis hat Geburtstag: Die SeniorenInfo wird zehn Jahre alt. Waltraud Bauhof (76) erzählt, wie alles begann.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Wenn diesen Freitag der Seniorenbeirat zusammenkommt, steht ein runder Geburtstag im Mittelpunkt: Die SeniorenInfo wird zehn Jahre alt. Ohne die Broschüre würde im Landkreis ein wichtiges Medium für die Belange älterer Mitbürger fehlen. Die Macherin, Waltraud Bauhof (76) aus Dietramszell, erinnert sich im Gespräch mit Redakteur Volker Ufertinger an die Anfänge.

Frau Bauhof, wissen Sie noch, worum es in der ersten SeniorenInfo ging?

Waltraud Bauhof: Das war im September 2007, und es ging um Dinge, um die es heute auch noch geht. Ein Thema war Barrierefreiheit. Die ist zwar mittlerweile längst im Gesetz verankert, aber es hält sich keiner dran. Wie wichtig sie ist, fällt den Leuten immer erst auf, wenn sie nicht mehr zu Fuß in den ersten oder zweiten Stock kommen. Ein anderes Thema war die Qualität der Pflege. Da muss man ja nicht eigens erwähnen, dass das nach wie vor sehr aktuell ist.

Warum haben Sie überhaupt damit angefangen?

Waltraud Bauhof: Ich war Seniorenbeauftragte der Gemeinde Dietramszell, und mir fiel auf, dass ich viel zu wenig Informationen hatte. Im Seniorenbeirat wurden damals schon sehr wichtige Themen behandelt, aber davon ist wenig an die Öffentlichkeit gedrungen. Da habe ich mir gedacht: Das musst Du ändern. So ging es los.

War es von Anfang an eine Veröffentlichung für Senioren?

Waltraud Bauhof: Nein, anfangs wollte ich nur die anderen Mitstreiter in der Seniorenarbeit informieren. Das war alles ganz provisorisch gehalten. Da haben wir, Gerd Huber, Dieter Höflich und ich, ein paar Dinge zusammengeschrieben, die Blätter kopiert und für die anderen Seniorenbeauftragten in Fächer gelegt, ganz altmodisch.

Und inzwischen?

Waltraud Bauhof: Geht es ein bisschen moderner und professioneller zu. Wir arbeiten mit einem Layouter zusammen, dem Ingo Freese, der bringt das in eine schöne Form. Das schaut schon ganz anders aus als früher.

Wo bekommt man die SeniorenInfo?

Waltraud Bauhof: Sie liegt in Rathäusern, Apotheken und bei Ärzten aus. Wir haben eine Auflage von 5000 Stück. 100 Exemplare verschicke ich per E-Mail. Die Broschüre erscheint einmal im Vierteljahr, der Umfang liegt zwischen 30 und 36 Seiten. Hin und wieder melden sich auch Leute und fragen, wann wieder eine Ausgabe erscheint.

Sie schreiben aber nicht alles selbst, oder?

Waltraud Bauhof: Nein, wir haben ein Redaktionsteam, mit Gabriele Skiba aus Wolfratshausen, Mechtild Felsch aus Münsing und Hermann Lappus aus Bad Tölz. Dieter Höflich aus Bad Tölz und Gerd Huber aus Lenggries arbeiten uns dankenswerter Weise viel zu.

Ein richtiges Netzwerk.

Waltraud Bauhof: Ja, genau. Das braucht man doch als Redakteur, oder? (lacht).

Unter uns Redakteuren: Gibt es eine Rubrik, die die Leser besonders mögen?

Waltraud Bauhof: Ja, das sind die Wandertipps. Ich habe Kontakte zum Bergverlag Rother, da versorgt man mich mit Routen.

Wo führen die hin?

Waltraud Bauhof: In der aktuellen Ausgabe in die Kögelgräben am Achensee. Knappe 3,5 Stunden, wunderschön, kann ich jedem nur empfehlen. Wandern hält nämlich jung.

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