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Und die Musi spielt dazu: Tausende Besucher strömten am Sonntag zum Dorfherbst in Baiernrain. „De Staad Lustign“ sorgten für die passenden Klänge.
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Der schönste Tag im Jahr

Riesenandrang beim Baiernrainer Dorfherbst

Der Baiernrainer Dorfherbst ist Jahr für Jahr ein Publikumsmagnet für Besucher aus Nah und Fern. So auch am Sonntag, einem Herbsttag wie aus dem Märchen.  

Baiernrain Für Anton Thoma ist dieser Sonntag einer der schönsten Tage im Jahr. Direkt vor seinem Haus in Baiernrain schenkt der 63-Jährige bei strahlendem Sonnenschein mit Vergnügen Traubensaft und Wein aus. „Die Ernte war zwar kein Rekord, aber immer noch genug“, sagt der Baiernrainer. Er spricht damit für den Krieger- und Veteranenverein Otterfing-Baiernrain, der Rebstöcke aller Art anpflanzt.

Aus einem großen silberfarbenen Behälter füllt Thoma in Akkordarbeit Becher für Becher voll. Daneben prangt ein Schild, das die Herkunft des Saftes erklärt: „Baiernrain: Mit 701 Metern das höchste Anbaugebiet in Deutschland.“ Das scheint die Kunden zu überzeugen. Abseits des Standes ruft Thomas’ Kollege: „Ich kann gar nicht so schnell pressen, wie du momentan verkaufst.“

Ein paar Meter weiter bleiben einige Besucher wieder stehen. Ihr Augenmerk liegt diesmal auf keinem der 61 Stände, die der Dorfherbst bietet. Die vielen Besucher bestaunen die Idylle des Dietramszeller Ortsteils. Direkt neben der Straße liegen Kühe und Kälber auf der Wiese, im Hintergrund bietet sich Ausflüglern ein grandioses Alpenpanorama. Etwas weiter entfernt tanzen Kinder auf der Bühne neben der Baiernrainer Blasmusik. In der Luft liegt der Duft von Steckerlfisch und Gegrilltem.

Plötzlich wird die Ruhe von lauten Schlägen unterbrochen. „Hauruck“ ruft Papa Andreas Bernauer seinem Sohn zu, der mit einem großen Gummihammer vor einem „Hau den Lukas“ steht. Immerhin ein Drittel der Stange schnellt der Zeiger an der Stange nach oben. Der Fünfjährige kann zufrieden sein. „Für das Alter echt gut“, raunt eine Zuschauerin ihrem Nachbarn zu.

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Während sich die Kinder auf einer „Kirtahutschn“, einer Schaukel aus einem langen Balken, vergnügen, Ketten basteln oder Lose kaufen, lassen sich Erwachsene beraten. Andreas Scharli vertritt mit einem Info-Stand die Bürgerinitiative Energiewende Oberland. „Hier finden sich viele Interessenten für das Thema Energiewende“, erklärt der Energiemanager. Dies liegt Scharli zufolge vor allem daran, dass die Dächer auf dem Land viel Platz für Solaranlagen bieten.

Auf dem Rückweg sticht einigen Besuchern noch ein Stand ins Auge. Fasziniert sieht Christine Pohl mit ihrer Tochter Lisa zu, wie die Kelterei Fröhlich Äpfel zu Saft presst. Um den Anhänger herum hat sich eine Traube Menschen versammelt.

Im Laufe des Sonntags bekamen so Tausende Besucher Einblick in das Leben der Baiernrainer Dorfgemeinschaft. Zum 20. Mal beteiligten sich fast alle ortsansässigen Vereine am bunten Festprogramm. Mutmaßlich freut sich Anton Thoma schon auf den schönsten Tag des Jahres 2020. Jonas Napiletzki

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