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17 neue Sendemasten sollen im Landkreis entstehen, damit Polizei, Feuerwehr und andere Helfer abhörsicher miteinander kommunizieren können. Foto: red

Digitalfunk: Bürgermeister sind verärgert

Bad Tölz-Wolfratshausen - Die Kommunen im Landkreis wissen jetzt, wo die Sendemasten für den Digitalfunk errichtet werden sollen. Zu spät, finden die Bürgermeister. Sie sind verärgert.

17 Standorte werden im Landkreis für den Digitalfunk gebraucht. Im südlichen Teil mehr als im Norden, weil dort auch die vielen Flusstäler und Berge abgedeckt werden müssen. Wo genau die Masten stehen sollen, war lange Zeit geheim, selbst die betroffenen Kommunen wussten von nichts. „Wir sind nicht frühzeitig informiert worden“, ärgert sich Wolfratshausens Bürgermeister Helmut Forster. In der Flößerstadt soll ein Mast gebaut werden. Wo das sein wird, will Forster noch nicht sagen. Bei der Wahl des Standortes habe die Stadt kein Mitspracherecht gehabt. Doch für den Rathauschef ist das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen. „Wir werden uns nicht abspeisen lassen“, kündigt er an.

„Es ist nicht so abgelaufen, wie es hätte sein sollen“, bemängelt Michael Bromberger, Sprecher der Bürgermeister im Landkreis. Viele seiner Kollegen hätten sich aufgeregt. „Die Geheimniskrämerei war unnötig“, konstatiert der Eurasburger Rathauschef. Bei den Bürgermeistern sei keiner dabei, der den Digitalfunk ablehne.

Nicole Schmieder von der Projektgruppe DigiNet verteidigt die Informationspolitik des Ministeriums. Die Bundesanstalt für die Einführung des Digitalfunks in Berlin habe strenge Vorgaben bezüglich der Veröffentlichung von Daten gemacht. Da zukünftig nur noch ein Funknetz für alle Nutzer von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zur Verfügung stehe, seien verschiedene Schutzmaßnahmen notwendig, um etwa Sachbeschädigungen und Sabotage zu verhindern. (mei)

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