Diplomatischen Affront gerade noch abgewendet

Wolfratshausen - Ein diplomatischer Affront gegenüber der japanischen Partnerstadt Iruma wurde am Mittwoch gerade noch abgewendet – vorerst.

In der Mitgliederversammlung des Vereins zur Förderung der Partnerschaft von Wolfratshausen mit Iruma sollte der Passus der Satzung gestrichen werden, der die Pflege des Japanischen Gartens in Wolfratshausen - einst ein Geschenk der Bürger von Iruma - regelt. Es gebe nicht genug Helfer für die Gartenarbeit, hieß es.

„Gelinde gesagt entsetzt“ war Helmut Forster sowohl in seiner Eigenschaft als Bürgermeister wie auch als Gründungsmitglied des Partnerschaftsvereins: „Das wäre eine Katastrophe für unser Verhältnis zur Partnerstadt Iruma.“ Er sprach von einem Zeichen der Unhöflichkeit und von Undankbarkeit. "Es wäre ein Armutszeugnis für die Stadt und den Verein, wenn dieses Geschenk nun in Frage gestellt würde“, sagte Forster.

Dietlind Diepen machte schließlich den Vorschlag, eine Schonfrist von einem Jahr zu setzen und währenddessen im Verein neue Helfer für die Gartenarbeit zu finden.

Die Satzungsänderung wurde abgelehnt, wenig später hatte Diepen elf potenzielle Gartenhelfer rekrutiert. (cjk)

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