DNA-Analyse

Der genetische Fingerabdruck

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Immer wieder gelingen Fahndungserfolge mit dem genetischen Fingerabdruck. Auch beim Doppelmord in Königsdorf kam das Mittel zum Einsatz.

München – Ein „vollständiges DNA-Muster“ habe die Spurensicherung beim Absuchen des Geländes nach dem Doppelmord in Höfen gefunden, sagte Soko-Leiter Markus Deindl am Freitag. Konkret heißt das: An einem Gegenstand wurden DNA-Spuren des mutmaßlichen Täters gefunden. Beim Abgleich mit der bundesweiten Datenbank sei man auf auf den polizeibekannten Robert Plukowski gestoßen, nach dem nun mit einem Foto gefahndet wird.

Die bundesweite Datenbank heißt offiziell „DNA-Analyse-Datei“, kurz DAD, und wird vom Bundeskriminalamt zentral betrieben. Geschaffen wurde sie 1998, nachdem mit ihrer Hilfe verschiedene Sexualmorde aufgeklärt werden konnten. Die Datenbank steht allen deutschen Polizeibehörden zur Verfügung. Gespeichert werden Daten von am Tatort aufgefundenem Spurenmaterial sowie von Beschuldigten und Verurteilten. Eine DNA-Probe darf von der Polizei genommen werden, wenn jemand eine besonders schwere Straftat begangen hat, etwa ein Sexualdelikt, und zudem Wiederholungsgefahr besteht, erklärt Innenministeriumssprecher Michael Siefener.

Zum Jahreswechsel umfasste die DAD einen Bestand von 1 167 087 Datensätzen – davon 864 630 Personendatensätze und 302 457 Spurendatensätze. Ein solcher Spurendatensatz wurde in Höfen gefunden, der DAD-Abgleich führte schließlich zum Personentreffer. Jeden Monat werden laut Bundeskriminalamt rund 8400 neue Datensätze erfasst. Seit Errichtung der Datei wurden 235 715 Treffer erzielt. Seit dieser Woche ist es einer mehr.

Hier geht‘s zu unserem Ticker zu den Ereignissen rund um den Doppelmord in Königsdorf.

Rubriklistenbild: © dpa

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