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Der Andrang der Besucher zum Königsdorfer Fasching war heuer vielleicht nicht ganz so groß wie in den Jahren zuvor. Doch die Gäste hatten ihren Spaß an den originellen Wagen und der Unterhaltung durch die Maschkera.

Königsdorfer Faschingszug

„America first, Kinschdarf second“

Die kreativen Mottowagen und jede Menge Konfetti haben es möglich gemacht: Der Königsdorfer Fasching war trotz der Tragödie von Höfen eine gelungene Veranstaltung.

Königsdorf – Die Kinschdarfer Maschkera unterhielt die großen und kleinen Besuchern mit fantasievollen Mottowagen und originellen Fußgruppen. Humorvoll und ironisch wurden wieder die Aufreger der großen und kleinen Politik kommentiert. An Themen mangelte es den Gastgebern auch in diesem Jahr nicht. Nicht fehlen durfte natürlich die Posse um die Schranke an der Grundstraße. „Schranken-Wars: Das Landratsamt schlägt zurück“, stand auf einem der Gefährte zu lesen. Und dazu der Satz: „Unserem Gemeinderat war’s langweilig, so kemmas auf dumme Gedanken und baun a offensichtlich nutzlose Schranke.“ Passend dazu war auf dem Wagen ein echtes Fenster angebracht, durch das Geld hinausgeworfen wurde. So flogen täuschend echte 500 Euro-Scheine auf die Straße, die von den kleinen Besuchern sofort aufgesammelt wurden.

Ordentlich Spott für interkommunales Hallenbad

Rasant wurde es bei einem der nächsten Wagen: Dort wurde der „Große Preis von Königsdorf“ in der „Formula 1“ mit den Piloten Rosberg und Hamilton ausgetragen. Zwei silberfarbene Rennwagen rasten immer wieder von einer Rampe direkt auf die Königsdorfer Hauptstraße. Zurückgeschoben wurden die Boliden übrigens von „Boxenludern“ in Hotpants. Ordentlich Spott gab es für das interkommunale Hallenbad. „Icking will nicht, Geretsried kann nicht“, stand auf dem bunten Gefährt, das mit einer mobilen Oase, einem 24-Stunden-Kiosk und einem gesperrten Sprungturm ausgestattet war.

„Schönrainer Perchten“ bieten wildes Spektakel

Ein gefundenes Fressen war für die Maschkara auch der aus Brandschutzgründen verbannte Wolfratshauser Christbaum. So wirbelte ein mit Lametta und bunten Kugeln behangener Baum über die Hauptstraße. Der Baum – oder genauer: der darin steckende Narr – eilte von einer Seite zur anderen und erzählte den Besuchern, auf „Herbergssuche“ zu sein. Ein wildes Spektakel boten die „Schönrainer Perchten“. Die dunklen, zotteligen, fellbehangenen Gestalten mit Hörnern und Glocken wollten den Winter austreiben. Doch auch die ganz große Politik durfte in Königsdorf nicht fehlen. So widmete sich ein Wagen speziell dem berüchtigten, neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Auf dem Gaudiwagen war die fertiggestellte Mauer zu Mexiko zu sehen, mit Amerikanern auf der einen und Mexikanern auf der anderen Seite. Das Motto des Wagens: „America first, Kinschdarf second.“

Von Yvonne Zuber

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