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Roswitha Beyer

Nah dran am Neuen

Wolfratshausen – Frischen Wind erhofft sich Roswitha Beyer vom neuen Bürgermeister der mit Wolfratshausen befreundeten Stadt Manzano. Nicht nur für die Städtefreundschaft.

„Die läuft sowieso gut“, sagt die Vorsitzende des Manzano-Vereins. „Ich hoffe vor allem, dass er Manzano nach vorne bringt.“ Persönlich kennt Beyer Mauro Iacumin noch nicht (siehe Interview unten). Aus Gesprächen mit Freunden vor Ort wisse sie aber, dass er jung und dynamisch sei. Und: „Er hat zehn Stadträte hinter sich.“ Das lasse nach den jüngsten Turbulenzen auf geordnete Verhältnisse hoffen. Iacumin (40) war Ende Mai ins Amt gewählt worden. Zuvor war Manzano rund vier Monate ohne Bürgermeister. Seine Vorgängerin Lidia Driutti trat im Februar nach innerparteilichen Querelen zurück. Iacumin war bei der Wahl nicht Favorit, aber der einzige der drei Kandidaten, der nicht von Mitgliedern der Berlusconi-Partei „Forza Italia“ unterstützt wurde. Für Roswitha Beyer ist noch eine andere Personalie entscheidend. Diego Beltramini, der für den Manzano-Verein Ansprechpartner auf italienischer Seite ist, wurde ebenfalls in den Gemeinderat gewählt. Er ist Umweltreferent und zuständig für europäische Angelegenheiten. „Ich hoffe, dass er dadurch sehr nah am Bürgermeister dran ist und sein Vertrauen für die Belange unserer Freundschaft erlangen kann.“ Persönlich kennenlernen werden Beyer und ihre Mitstreiter den „Neuen“ im September. Die Musikkapelle Corpo Bandistico spielt zum dritten Mal in Folge auf dem Münchner Oktoberfest und gibt – weil die Termine sich überschneiden – ein Platzkonzert bei der Seniorenmesse. Ob sie dann schon mit den beiden Rathauschefs über die Messe mit Köstlichkeiten aus allen Partner- und Freundschaftsstädten sprechen wird, die sie sich wünscht, weiß Roswitha Beyer noch nicht. „Es wäre aber schön, wenn wir das auf die Beine stellen könnten. Eine Kunstmeile haben wir schon. Dann hätten wir auch eine Schmankerlmeile.“

Von Frederik Lang

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