Drei Wege in die Zukunft

- Schule Waldram: Lösungen der Verwaltung

VON SANDRA SEDLMAIER Wolfratshausen - Für die Waldramer Volksschule wird es ernst - aber nur ganz langsam. Zwar stellt Franz Hofner vom Bauamt den Stadträten in der Bauausschusssitzung am Mittwoch, 3. März (Beginn: 18 Uhr im Rathaus), drei mögliche Konzepte für die Sanierung der Schule vor. Gleichzeitig wird er den Stadträten aber empfehlen, das komplexe und äußerst kostenintensive Thema in der geplanten Klausurtagung im Frühjahr zu besprechen. Bis die Renovierungsarbeiten an der Schule anfangen, wird es also noch dauern.

Diskutiert wird über die Sanierung schon lange. Im Oktober 2001 sorgte zudem ein Brandschutzgutachten für Feuer am Dach der Stadtverwaltung, der Trägerin der Schule: Erhebliche Mängel beeinträchtigten die Sicherheit der Schüler im Falle eines Brandes. Und seit Sommer 2002 liegen die Kosten auf dem Tisch: Die komplette Renovierung der Schule würde sechs Millionen Euro verschlingen.

Passiert ist seitdem einiges, aber nichts Konkretes. Die Klausurtagung im Mai 2003 strich im Zuge der Sparmaßnahmen das Geld für die Sanierung auf 5,2 Millionen Euro zusammen. Seitdem beschäftigt sich eine Projektgruppe des Stadtrats mit der Schule. Sie kam bald zu dem Schluss, dass eine billigere Renovierung den gegenteiligen Effekt hätte. Die Ergebnisse der Projektgruppe, der auch Bauamtsleiter Wolfgang Bannert angehört, präsentiert nun Bannerts Mitarbeiter Franz Hofner.

"Die Mindestlösung für die Brandschutzmaßnahmen und die nötigste Begleittechnik kostet zwei Millionen Euro", sagt er auf Anfrage. "Der Nachteil: Es gibt keinerlei Veränderungen an der Bausubstanz, die zum Teil aus den 60er Jahren stammt." Die Elektroleitungen zum Beispiel, von denen man zum Teil nicht wisse, wohin sie führen, würden zwar in Sachen Brandschutz behandelt, "aber sonst nicht in Ordnung gebracht". Für das Bauamt die schlechteste Lösung: "Mittel- und langfristig ist das unwirtschaftlich - und es gäbe keine Zuschüsse."

Die zweite Möglichkeit ist die Komplettsanierung. Der Vorteil ist laut Hofner, dass die Substanz erhalten würde. "Wenn wir neue Fenster einbauen, macht sich das beim Energieverbrauch bemerkbar - das muss man gegenrechnen."

Die dritte Variante ist ein Teilneubau. Die ältesten Gebäudeteile, der Hort und der Vorderteil der Schule würden abgerissen, beschreibt der Bauamtsmitarbeiter. Der Vorteil sei, dass man ein Teilgrundstück verkaufen könnte - was der Stadtkasse gut tut. Die Kosten dieser Variante kann Hofner nicht nennen. "Bis zur Klausur haben wir eine Schätzung", versichert er. Er ist sich sicher, dass der Ausschuss keine Entscheidung treffen möchte. "In der Kürze einer Sitzung kann man sich in die Materie gar nicht reindenken. Die Räte wollen mit Sicherheit noch mehr Informationen."

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