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Augenzeugen wollen zwischen Königsdorf und Beuerberg einen Wolf gesichtet haben.

Experten schließen es nicht aus

Durchstreift ein Wolf den Landkreis?

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Beuerberg - Im nördlichen Landkreis soll ein Wolf gesichtet worden sein. Ein Experte hält dies für durchaus möglich.

Die Pkw-Insassen wollen das Tier, das am späten Samstagabend auf der Strecke zwischen Königsdorf und Beuerberg im Lichtkegel der Autoscheinwerfer aufgetaucht ist, eindeutig identifiziert haben: Es war ein Wolf.

Josef Brunner, Vorsitzender der Jagdkreisgruppe Wolfratshausen, will der Behauptung nicht widersprechen. Wölfe seien Einzelgänger, die bei ihrer nächtlichen Jagd „ein Riesenareal durchstreifen“, sagt der Eglinger. Gut möglich, dass Isegrim im Nordlandkreis unterwegs sei. Allerdings werde ein Wolf sehr häufig mit einem Schäferhund verwechselt.

Brunner hat jedoch Hinweise von Jägerkollegen aus dem Kreis erhalten, dass sie auf Bildern von automatisch auslösenden Wildkameras einen Wolf entdeckt hätten. An diesem Dienstag trifft sich Brunner mit Jägern in Beuerberg vor Ort: „Vielleicht kann ich danach etwas Konkreteres sagen.“ Der Jagdkreisgruppenchef will keine Ängste schüren, gibt aber zu bedenken: „Ein Wolf ist ein Wildtier. Man weiß nie, was beim Aufeinandertreffen mit dem Mensch geschieht.“

Bei der Polizeiinspektion Wolfratshausen hat sich in den vergangenen Tagen niemand wegen eines mutmaßlich umherstreifenden Wolfs gemeldet, berichtet Hauptkommissar Ingo Wagner. Er erinnert sich allerdings an einen Anrufer, der gehört haben wollte, dass in der Stadt Wolfratshausen ein Bär schreit. Vor Ort stieß die Streife auf eine Färse, ein geschlechtsreifes Rind.

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