Rühren die Werbetrommel: Dr. Sybille Krafft und Bernhard Reisner stellten die Revue in einem Pressegespräch im Gasthof Löwenbräu in Wolfratshausen vor. Foto: hl

Echte Ärzte, falsche Schwestern

Wolfratshausen - Bei der Historischen Revue zur Medizingeschichte im Isar-Loisachtal stehen 60 ehrenamtlich Mitwirkende auf der Bühne.

Einen „nicht nur informativen, sondern auch sehr unterhaltsamen Abend“ verspricht Bernhard Reisner den Gästen der historischen Revue am kommenden Freitag in der Loisachhalle. Unter dem Motto „Ärzte, Hexen, Handaufleger“ präsentiert der Historische Verein Wolfratshausen eine bunte Mischung aus Tanz, Gesang, Instrumentalmusik, Cabaret und Interviews.

„Mehr als 60 Mitwirkende treten auf - alles Ehrenamtliche“, betont Reisner, Zweiter Vorsitzender des Vereins und Leiter der Arbeitsgruppe Medizingeschichte, in einem Pressegespräch: „Das war eine Mammutarbeit, die alle unter einen Hut zu bekommen.“ Mit dabei ist nach seinen Worten am Freitag unter anderem eine Band bestehend aus „zwölf echten Ärzten aus Wolfratshausen und Umgebung“, die sich eigens für diesen Abend formiert hat. Auch die Musik wurde teilweise extra für diese besondere Besetzung arrangiert, erklärt Reisner. Ein Hauch von Geheimnis umgibt die singenden Revuegirls, die „falschen Schwestern“: „Wer die sind, wird nicht verraten“, so Reisner. „Nur so viel: Die sind eine Wucht.“ Doch bei aller Kurzweil und Unterhaltung wird es auch sehr ernste Passagen geben: „Die Verfolgung jüdischer Ärzte im Isartal zur NS-Zeit ist ebenfalls ein Thema“, erläutert die Vorsitzende des Historischen Vereins, Dr. Sybille Krafft. Die Historikerin und Journalistin selbst findet die Zusammenstellung „hoch-hochinteressant“ und ist sich sicher: „Da ist für jeden etwas dabei.“ Damit auch die Besucher in den hinteren Reihen jedes Detail mitbekommen, wird das Bühnenspektakel mit Hilfe von zwei Live-Kameras auf Leinwände projiziert.

Anlass der Revue ist die Vorstellung des neuen Buches des Historischen Vereins. Ebenfalls unter dem Titel „Ärzte, Hexen, Handaufleger“ beleuchtet es in mehr als 30 Beiträgen die medizinische Geschichte des Isar-Loisachtals - „von der Antike bis zur Gründung der Kreisklinik“, so Reisner. Er selbst recherchierte, wie verheerend die Pest in der Flößerstadt gewütet hatte. „Druckfrisch“ kann man das erst am kommenden Freitag erscheinende Werk am selben Abend noch in der Loisachhalle erwerben und von den anwesenden Autoren des Historischen Vereins signieren lassen. In der ersten Auflage wurden 2000 Exemplare produziert. „Mehr konnten wir uns nicht leisten“, gibt Krafft zu. Mit dem Verkaufserlös soll der Nachdruck finanziert werden.

Wer die etwa zweieinhalbstündige Revue am 14. November in der Loisachhalle live erleben möchte, muss sich beeilen: „Es sind nur noch Restkartenbestände übrig“, berichtet Krafft. Erhältlich sind diese zum Preis von 15 Euro bei München-Ticket und an den bekannten Wolfratshauser Vorverkaufsstellen. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr.

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