286 Mitglieder gehören heute der Egerländer Gmoi Geretsried an. Etwa 70 von ihnen sind aktive Trachtenträger. Neben einer Kinder- und Jugendgruppe gibt es eine Tanz- und Singgruppe sowie mit der Gartenberger Bunkerblasmusik eine eigene Kapelle. Das Foto entstand am 1. Mai. An diesem Tag richtet die Gmoi traditionell die Maifeier auf dem Karl-Lederer-Platz aus. Foto: privat

Egerländer Gmoi feiert 60. Geburtstag

Geretsried - Ohne die Egerländer Gmoi wäre Geretsried um einige Traditionen, Bräuche und Festivitäten ärmer. Am Sonntag, 16. Oktober, feiert die Trachtengruppe ihr 60-jähriges Bestehen.

Die Geschichte der Egerländer in Geretsried beginnt am 7. April 1946. An diesem Tag treffen - eingepfercht in Viehwaggons - 554 Frauen, Männer und Kinder aus Graslitz im Lager Buchberg ein. Ihr neues Zuhause ist ein von Stacheldraht und Wachtürmen umgebenes Barackenlager auf der Böhmwiese, das Lager Buchberg. Zwei weitere Transporte aus Tachau und Karlsbad folgen im Laufe des Jahres. Zusammen mit anderen Heimatvertriebenen erdulden sie vier Jahre lang ein hartes Lagerleben und gründen 1950 die Gemeinde Geretsried.

Am 12. September 1951 wird die Egerländer Gmoi im Gasthaus Böhm aus der Taufe gehoben. Heute zählt sie 286 Mitglieder mit etwa 70 Aktiven. Es gibt eine Kinder- und Jugendtanzgruppe, eine Singgruppe sowie eine eigene Kapelle - die Gartenberger Bunkerblasmusik. Im Laufe des Jahres pflegen die Geretsrieder Egerländer bis heute ihre Bräuche wie das Osterratschen.

Eine Sonderseite über die Egerländer Gmoi finden Sie in der Freitagsausgabe des Geretsrieder Merkur/Isar-Loisachboten. (nej)

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