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Nachruf

Abschied von einem stillen Helfer

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Josef Ranhard aus Endlhausen ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Viele kannten den Mann, der sich für viele und vieles einsetzte.

Egling – Nein, Josef Ranhard war niemand, der groß in der Öffentlichkeit stehen wollte. Lieber wirkte er im Hintergrund. Dass er es war, der in der Kirche St. Valentin in Endlhausen jedes Jahr den Weihnachtsbaum stiftete: Das war für ihn seit vielen Jahren eine liebe Selbstverständlichkeit. Jetzt ist der stille, bescheidene Mann im Alter von 78 Jahren gestorben.

Starb im Alter von 78 Jahren: der Endlhauser Josef Ranhard.

Sebald Feger, Kirchenpfleger in St. Valentin, rühmt seinen Stellvertreter Ranhard, der auch viele Jahre dem Pfarrgemeinderat angehörte, für seinen Einsatz: „Er war von einer großen Tatkraft, wenn es darum ging, Gutes zu tun“, erzählt er. So habe der Zistlbauer von Sonnenham an Fronleichnam stets die Straßen und die Kirche mit Birkenzweigen geschmückt. Auch am Friedhof kümmerte er sich darum, dass alles seine Ordnung hatte. So entfernte er mit Ausdauer und ohne ein Wort der Klage den Müll, den andere hinterließen.

Sehr am Herzen lag Josef Ranhard das Weihnachtsfest. Schon im Sommer suchte der Landwirt in seinem Wald eine schöne, mächtige Tanne aus, die im Dezember in der Kirche ihren Platz fand. Anfangs gab es das Problem, dass die Glaskugeln beim Aufstellen entzweigingen. Sie ersetzte der Spender sehr bald durch unzerbrechliche Christbaumkugeln. „Sie sind noch heute im Einsatz“, sagt Feger.

In den 1990er Jahren gab Josef Ranhard seine Landwirtschaft auf, der Stall stand leer. Es war die Zeit des Bürgerkriegs auf dem Balkan. Als in der Gemeinde und im Landkreis für die Opfer des Krieges gesammelt wurde, da stellte Ranhard selbstverständlich den leeren Stall als Lager zur Verfügung. Von hier brachen mehrere Jahre die Hilfstransporte in Richtung Kroatien auf.

Josef Ranhards Tochter Agnes Hödl erinnert sich an ihren Vater als ruhigen und zufriedenen Menschen, der nie große Ansprüche gestellt hat. Seinen behinderten Sohn hat der Zistlbauer bis zum Schluss mit Hingabe gepflegt. „Das war seine Lebensaufgabe“, erzählt Agnes Hödl.

Ende August war der Sonnenhamer noch einmal mit Tochter Agnes in seinem geliebten Wald. Bald darauf klagte er über Bauchschmerzen. Wie sich herausstellte, eine ernste, schwere Krankheit. Dann ging alles schnell. Am 7. November starb Josef Ranhard. „Er fehlt uns allen sehr“, sagt Agnes Hödl. Am 10. November wurde der stille Helfer auf dem Friedhof von St. Valentin zu Grabe getragen.

Rubriklistenbild: © privat

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