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Nicht jeder hört das Alarmsignal

Die alte war zu leise: Egling bekommt neue Sirene

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Egling – Die Gemeinde bekommt eine neue Sirene – wieder einmal.  Das jetzige Exemplar auf dem Schlauchturm des Feuerwehrhauses beim Rathaus ist erst wenige Monate alt, aber sie ist zu leise.

„Weiter hinten im Dorf kann man sie nicht hören“, sagt Feuerwehrkommandant Erich Zengerle. Deshalb wandte er sich an den Gemeinderat.

Die Neuanschaffung war nötig, weil die alte Sirene im Oktober vorigen Jahres den Geist aufgegeben hatte. Nach einem Verkehrsunfall heulte sie gegen drei Uhr nachts los, und das 20 Minuten lang. Beinahe das ganze Dorf wurde geweckt, die Bürger befürchteten das Schlimmste. Das Gerät ließ sich erst abstellen, als jemand mit dem Schlüssel zum Rathaus kam und aufsperrte. Als Ursache für den Daueralarm stellte sich damals die sehr alte Steuerung heraus.

Die Firma, die der Gemeinde daraufhin die neue Sirene einbaute, konnte erst nicht recht glauben, dass sie zu leise ist. „Eine Probebeschallung deckte den Fehler dann auf“, erklärte Bürgermeister Hubert Oberhauser in der jüngsten Gemeinderatssitzung. In Teilen des Eglinger Gewerbegebiets hörte man zum Beispiel nichts. Für die Feuerwehr, so Oberhauser, wäre das vielleicht nicht so schlimm, weil sie per Funk vernetzt ist. Bei einem Katastrophenalarm müsse aber die gesamte Bevölkerung gewarnt werden können. Daraufhin begannen die Verhandlungen mit dem Hersteller.

Der baut die leise Sirene wieder ab und setzt ein größeres Modell ein. Die Gemeinde trägt nur den Aufpreis für das größere Modell (3000 Euro), die Montage wird nicht mehr berechnet. Dem Kompromiss mit dem Hersteller stimmte der Gemeinderat zu.

dor

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