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Beste Laune bei der Probe (hinten v. li.) Stefanie Fleischmann, Alexander Kühnl, Ulrike Repert, Simon Fahrer, Thomas Graf, Katrin Schulz, Julia Buchner, Andrea Schwibinger, (vorne v. li.) Manuel Probst, Katharina Huber, Josef Hasch. 

Die Premiere rückt näher

Beim Wirt geht‘s drunter und drüber: Eglinger spielen wieder Theater

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In Egling geht‘s bald wieder los: Die Theatergruppe des Trachtenvereins St. Sebald probt fleißig ihr neues Stück. Und das wird ziemlich turbulent. 

Egling – Hin und wieder ist Alexander Kühnl (50) schon gefragt worden, wann wieder Theater gespielt wird. Klar, ist ja auch schon wieder drei Jahre her, dass sich die Eglinger Bevölkerung an einer Darbietung der Theatergruppe des Trachtenvereins St. Sebald unter seiner Leitung erfreuen konnte. Die gute Nachricht für alle Ungeduldigen: Bald ist es soweit. Am Freitag, 6. April, wird im Gasthaus zur Post das Stück „Des schaut ned guad aus“ aufgeführt. Derzeit sind die Laienschauspieler, fünf Frauen und vier Männer, mitten in der heißen Phase. „Die Proben dauern manchmal schon bis 23 Uhr“, erzählt Kühnl.

Das Stück aus der Feder von Armin Vollenweider ist ziemlich turbulent. Der Inhalt ist folgender: Beim Alten Wirt herrscht seit Sepps (Simon Fahrer) Scheidung großes Drucheinander. Um seine Kasse etwas aufzubessern, veranstaltet er deshalb im Nebenzimmer illegale Spielabende. Auch seine beiden Freunde und Nachbarn, Metzgermeister Karl Sieber (Manuel Probst) und Bäcker Ralf Unger (Josef Hasch) haben Probleme: ihre Frauen sind nämlich über die Zustände beim Alten Wirt nicht begeistert. Zu allem Überdruss steht eines Tages die Polizei in Gestalt von Wachtmeister Ötterlein (Thomas Graf) wie auch die Bezirksinspektorin Frieda Felber (Katrin Schulz) vor der Tür. Als ihm das Chaos über den Kopf zu wachsen droht, stellt er schließlich zwei sexy Damen als Köchin (Katharina Huber) und als Kellnerin (Stefanie Fleischmann) ein und hofft, geschäftlich wieder voranzukommen. Allerdings haben die Ehefrauen seiner Freunde etwas gegen den plötzlich erwachenden zweiten Frühling ihrer Männer. „Des schaut nicht gut aus“: So lautet auch der treffende Titel des lustigen Dreiakters.

Auf einen vergnüglichen Abend

Die Truppe war so frei, am Wortlaut des Stückes einige Änderungen vorzunehmen, auch, um lokale Bezüge herzustellen. So heißt der Alte Wirt im Stück „Sebaldusklause“. Außerdem wird im dritten Akt der Polizist nach dem Geschmack der Theaterer etwas zu sehr als unterbelichteter Ordnungshüter dargestellt. Auch da hat man eingegriffen. Übrigens kommt man bei der aktuellen Produktion ganz ohne Regisseur aus, das Kollektiv entscheidet. „Nur wenn es nicht weitergeht, habe ich das letzte Wort“, so Kühnl.

Auf „Des schaut ned guad aus“ ist Kühnl im August gestoßen, als er sich auf die Suche nach einem neuen Stück machte. Er wusste, dass er fünf Frauen und vier Männer zur Verfügung hat. Eine Suchmaske des Mundart-Verlags, bei dem das Stück erschienen ist, hat ihm geholfen, passende Stücke zu finden. Ein pdf des ersten Aktes hat alle überzeugt, das turbulente Stück in Angriff zu nehmen. „Ich bin sicher, es wird ein vergnüglicher Abend.“

Aufführungen

finden am Freitag, 6. April (20 Uhr), Samstag, 7. April (20 Uhr), Mittwoch, 11. April (19.30 Uhr), Freitag, 13. April (20 Uhr) sowie am Samstag, 14. April (20 Uhr), im Gasthaus zur Post statt. Die Karten kosten neun Euro. Einlass jeweils zwei Stunden vor Beginn, keine Sitzplatzreservierung, keine Kartenrückgabe.

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