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Schwarz auf Weiß: 30 Bürger informierten sich in der Bürgerversammlung über den Ist-Zustand der Gemeinde, darunter auch der ehemalige Bürgermeister Hans Sappl (2. v. re.).

Harmonische Bürgerversammlung

Egling: Nur der „Saustall“ am Skaterplatz stört

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Egling – Solide Finanzen, ein intaktes Vereinsleben und nur kleine Wehwehchen in der Bevölkerung: Egling steht gut da. Das machte Bürgermeister Hubert Oberhauser in der Bürgerversammlung am Dienstag deutlich.

Das Interesse war eher gering. Nur gut 30 Bürger waren in das Gasthaus Oberhauser gekommen, um sich über den Ist-Zustand der Gemeinde aus erster Hand zu erkundigen. Außerdem waren 20 Personen aus Politik und Verwaltung vertreten. Das ist nochmal weniger als in den Jahren zuvor, die ebenfalls nicht unbedingt üppig besucht waren. Das kann man im Falle von Egling getrost so deuten: Die Gemeinde befindet sich in relativ ruhigem Fahrwasser. Viele machten sich lieber einen gemütlichen Abend zu Hause.

Egling steht in allen Bereichen gut da, erklärte Bürgermeister Hubert Oberhauser in seinem einstündigen Rechenschaftsbericht. Die finanzielle Situation sei „robust und gefestigt“, man wolle weiterhin „überlegt agieren“ und sparsam sein. Die Gemeinde ist seit Jahren schuldenfrei und hat ein millionenschweres Polster an Rücklagen. Viel Geld wird in die Kindergärten und die Grundschule investiert. Die wird von 179 Kindern besucht und ist laut dem Rathauschef „die Keimzelle der Gemeinde für die Zusammenarbeit“. Hier gehen die jungen Bürger aller Ortsteile gemeinsam vier Jahre lang zur Schule.

Auch das Vereinsleben sei intakt. 358 Personen sind bei der Feuerwehr aktiv, und für die Sportvereine werden neue Vereinsheime gebaut, die jeweils mit viel ehrenamtlicher Arbeit der Mitglieder umgesetzt werden. Zur Bewältigung des „Mega-Themas Asyl“, sagte Oberhauser, hätte sich ein sehr aktiver Helferkreis gebildet. Derzeit sind 58 Flüchtlinge in Egling untergebracht. Mit Katharina Bernlochner hat die Gemeinde wie berichtet eine Asylkoordinatorin eingestellt.

Demnächst kommen auf die Egling aber auch Veränderungen zu, betonte Oberhauser. Die Grundsteuern und die Gewerbesteuer soll um zehn Prozentpunkte von 300 auf 310 steigen, weil die Nivellierungssätze angehoben worden seien. Die Werte waren zuletzt jahrelang aktiv. Auf den Wasserpreis der Gemeindewerke werde wohl ein Verbesserungsbeitrag aufgeschlagen, weil aufwändige Leitungssanierungen insbesondere in Deining und der Bau eines neuen Hochbehälters anstehen. Straßenbauarbeiten kündigte der Bürgermeister für die Staatsstraße 2072 zwischen Attenham und Endlhausen und die Töl 18 zwischen Thanning und Siegertshofen an. Zudem werde kontinuierlich am gut 100 Kilometer langen Netz der Gemeindestraßen gearbeitet. „Im vergangenen Jahr“, sagte er, „ist viel gebaut werden, fast zu viel“. Oberhauser hat deswegen das Ziel, einen Straßenausbauplan für die nächsten Jahr zu erstellen und Projekte dann zu gewichten.

In der kurzen Bürgerdiskussion lobte Sebald Feger den neuen Treppenaufgang am Friedhof in Endlhausen. Dafür hatte er sich jahrelang eingesetzt. Martin Greiter erhielt die Auskunft, dass die Staatsstraße  2072 zwischen Egling und Ascholding nun doch einen Mittelstrich erhält – aber erst nach Fertigstellung der Straßenerneuerung bis nach Ascholding (wir berichteten). Walter Kurczok plädierte zudem für einen Mittelstrich an der Tölzer Straße/Öhnböcker Straße beim Dorfplatz in Egling. Dort würden Fahrer aus Richtung Sauerlach oftmals den Gegenverkehr schneiden. Laut Vize-Bürgermeister Josef Bail ist das bereits vom Straßenbauamt zugesagt.

Hans Ettenberger kritisierte den „Saustall“ an der Skateranlage beim Sportplatz. Die sei vor zwei Jahren eingeweiht, aber noch immer nicht fertiggestellt worden. Oberhauser bestätigte, dass die derzeitige Situation „nicht befriedigend“ sei. Im Frühjahr werde das Projekt vollendet.

dor

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