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Die große Leidenschaft: Kaspar Schäffler liebte die alte Landtechnik, vor allem Traktoren. 

Er war ein großer Liebhaber alter Landtechnik

Deining trauert um Kaspar Schäffler

  • Volker Ufertinger
    vonVolker Ufertinger
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Kaspar Schäfflers große Liebe galt der Landwirtschaft und der alten Landtechnik. Jetzt ist er im Alter von 68 Jahren verstorben.  

Egling – Völlig unerwartet ist am 24. Juni Kaspar Schäffler aus dem Leben gerissen worden. Der Landwirt war erst 68 Jahre alt, als beim Heumachen in Sachsenhausen plötzlich sein Herz zu schlagen aufhörte. In Deining trauert man um den stets hilfsbereiten Hornsteiner. Vor allem im Historischen Fahrzeugverein, bei dem er im Vorstand saß, herrscht Bestürzung.

Schäffler wurde 1952 in Wall bei Miesbach in eine Bauernfamilie hineingeboren. So war ihm die Landtechnik, für die er sich ein Leben lang begeisterte, quasi in die Wiege gelegt. Er lernte Landwirt, bildete sich weiter zum Kaufmann und war im höheren Alter auch noch als Lkw-Fahrer unfallfrei im Einsatz.

2001 kam Schäffler nach Egling. „Auf einer kleinen Hofstelle in Hornstein fand er mit seiner Familie eine Heimat und viele Freunde“, erzählt Paul Sobotta, Vorsitzender des Fahrzeugvereins. Das bäuerliche Landleben, die Landtechnik: In dieser Lebenswelt fand er sein Glück und seine Zufriedenheit.

Es blieb nicht aus, dass er mit diesem Interesse 2006 Mitglied im drei Jahre zuvor gegründeten Historischen Fahrzeugverein Deining wurde. „Hier lernten wir ihn kennen und schätzen“, erzählt Sobotta. „Er war bayerisch-herzlich, heimatverbunden, offen, zuverlässig und immer für eine Fachsimpelei über die Landtechnik zugänglich.“ Innerhalb kürzester Zeit errang Schäffler hohes Ansehen unter den Mitgliedern. Viele Besucher haben ihn erlebt, wie er mit einer alten Dreschmaschine arbeitete oder mit alten Gerätschaften Apfelsaft presste. 2012 wurde er zum Ersten Gerätewart gewählt.

Die Ausflüge zum Großglockner hat Kaspar Schäffler geliebt

Einen großen Stellenwert hatten für den Verstorbenen die regelmäßigen Oldtimer Traktortreffen samt Weltmeisterschaften an der Großglockner Hochalpenstraße. „Er war die treibende Kraft und ein großer Motivator“, so Sobotta. Anfangs hatten die Deininger keinen großen Ehrgeiz und wollten nur einmal die berühmten Serpentinen am Fuß von Österreichs größtem Berg fahren. Doch gleich beim ersten Mal, 2013, belegte der Kaspar Schäffler beim Gleichmäßigkeitsfahren den dritten Platz unter 500 Teilnehmern. „Da war er aus dem Häuschen, da wurde gefeiert.“

Auch als Rentner blieb Schäffler aktiv, sei es als Mitglied in verschiedenen Trachten- und Sportvereinen, als Hausmeister für das Pfarrheim oder als Helfer in der Nachbarschaft. Er pflegte Schafe, sorgte sich um Gärten und machte Brennholz. Besonders aber lag ihm der Historische Fahrzeugverein Deining am Herzen. „Wir werden Kaspar Schäffler immer ein ehrendes Andenken bewahren“, sagt Vorstand Paul Sobotta. 

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