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Ambitionierte Deininger Laiendarsteller: (v. li.) Markus Demmel, Valentin Gartner, Christina Walch, Hans Rieger, Hubert Aich, Wolfgang Bauer, Barbara Sobotta und Barbara Hofberger.

Herr Wecker verkauft Zeit

Deininger Trachtler zeigen neues Theaterstück

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Deining – Die Theatergruppe der Deininger Trachtler zeigt ihr neues Stück "Herr Wecker verkauft Zeit". Premiere ist am 22. Juli.

Es fehlt hier noch eine Lampe am Eingang zu Liesls Blumenladen, dort ein Vorhang am Fenster der Dorfwirtschaft. Noch wird an der aufwendigen Kulisse gezimmert, wird fleißig geprobt im Vereinsstadl am Deininger Sportplatz. Am Freitag, 22. Juli, lädt die Theatergruppe des Deininger Trachtenvereins dort zur Premiere ein. „Da Zeitb’scheißer“ ist eine Komödie in vier Akten von Peter Landstorfer.

Seit 20 Jahren besteht die Theatergruppe der Deininger Trachtler in dieser Form. „Damals waren wir blutjung und unerfahren, aber das Publikum war begeistert“, erinnert sich der heutige Theaterwart Hans Rieger. Zuerst spielte die Laienbühne im Gasthof zur Post. Doch wegen der häufigen Pächterwechsel und demzufolge den Unsicherheiten für die Aufführungen wurde 1997 ein Allzweck-Stadl am Sportplatz errichtet, den vier Vereine – die Jagdgenossen, der Trachten-, Burschen- und Sportverein – nutzen.

Das Zentrum in Landstorfers Bühnenstück „Da Zeitb’scheißer“ ist ein Dorfplatz mit Biergarten, Blumengeschäft, Kramerladen, Metzgerei, Wirtschaft, Postamt und Friseur. Die Handlung beschreibt einen ganz normalen Dorfalltag. Jeder lebt vor sich hin, keiner hat Zeit, nur der Postler macht Dienst nach Vorschrift. Ein Reisender namens Wecker kommt an und verkauft Zeit. Neugier macht sich breit. Wieder Zeit haben für dies und das, das spricht sich wie ein Lauffeuer im Mikrokosmos der Dorfgemeinschaft herum.

Als sich Theaterwart Rieger das Drehbuch fürs Bühnenstück genauer durchlas, war ihm klar. „Das müssen wir spielen.“ Die Idee sei einfach genial und gleichzeitig so banal, sagt er. Es ist ein lustiges Stück mit außergewöhnlichem Inhalt und Verwicklungen, und vor allem mit einer aufwendigen Kulisse. „Das wollten wir schon immer mal haben.“ Die Deininger Theaterspieler sind bekannt dafür, dass sie sich immer an besondere Komödien-Kuriositäten heranwagen. „Ramba-Zamba oder ein Stall voller roter Brüder“, das gab es schon einmal zu sehen. Der übliche Bauernschwank, in dem die reiche Bauerstochter heimlich den Draufgänger liebt, das sei nichts für sie, sagen die Deininger. Inzwischen hängt die Lampe am Eingang des Blumenladens der Liesl, der Vorhang am Wirtshausfenster auch. Es fehlen aber jede Menge Requisiten vor dem Postamt. Ein bisschen Zeit zum Aufbau bleibt der Laiengruppe, die alles selber bastelt, ja noch. An diesem Abend jedenfalls kann die Probe erst mal starten, auch wenn der letzte Schliff fehlt.

In den Rollen spielen: Metzger Paul Poschenrieder (Hans Rieger), Berta Poschenrieder (Christina Walch), Pfarrer Unruh (Hubert Aich), Kramerin Maria Dorfleitner (Barbara Sobotta), Blumen-Liesl (Barbara Hofberger), Friseur Severin Scheitl (Valentin Gartner), Köchin Kreszenz (Christl Hörmann), Postler Anton Pleschl (Markus Demmel), Herr Wecker (Wolfgang Bauer). Regie führt Uli Fuchs.

Die Termine

Kostenlose Kindervorstellung während der Generalprobe am Donnerstag, 21. Juli (Beginn 19 Uhr). Die Aufführungen finden statt am Freitag, 22., Samstag, 23., und Sonntag, 24. Juli. Einlass jeweils um 19 Uhr, Beginn 20 Uhr, Eine Karte kostet acht Euro. In den Pausen musikalische Unterhaltung. Reservierungen und Kartenvorverkauf: Bäckerei Köglsperger in Deining oder unter tv-deining@web.de.

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