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Sauberes Trinkwasser ist wichtig. Aus diesem Grund baut die Gemeinde Egling demnächst einen neuen Hochbehälter. Wer ihn bauen soll - darüber gab es Diskussionen.

Neuer Trinkwasserbehälter in Deining

Gräfelfinger Firma erhält Zuschlag

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Egling - Der Bau des neuen Trinkwasserbehälters in Deining war Anfang des Jahres ein Politikum in Egling. Jetzt bekommt den Zuschlag eine Firma aus Gräfefling. 

Am Bau des neuen Trinkwasserbehälters  hatte sich in der Januarsitzung eine Grundsatzdebatte entzündet. Einige Gemeinderäte kritisierten, dass die Verwaltung den Auftrag an die in Egling öfter tätige Firma AB-WA Plan aus Gräfelfing vergeben wollte, ohne ein zweites oder drittes Angebot einzuholen. Vor allem Hans Spindler (parteifrei) vertrat damals die Meinung, dass die so genannte freihändige Vergabe wegen der Größenordnung nicht in Ordnung sei. Die Rede war von 136 000 Euro an Planungskosten. Der Gemeinderat stellte das Thema zunächst zurück.

Die Gräfelfinger geben das günstigste Angebot ab

Am vergangenen Dienstag kam es wieder auf die Tagesordnung. Die Verwaltung hatte in der Zwischenzeit Kontakt zu drei Ingenieurbüros aufgenommen. Ergebnis: Die von Anfang an favorisierte Firma AB-WA Plan hatte mit 105 000 Euro für Objektplanung und technische Ausrüstung das günstigste Angebot abgegeben, die renommierte Firma Blasy-Överland aus Baldham lag mit 107 000 Euro etwas darüber. Das kontaktierte Architekturbüro Samweber aus Deisenhofen reichte gar kein Angebot ein.

Michael Neubauer stimmt gegen AB-WA Plan

Michael Neubauer (CSU) fand: „Die Ausschreibung war auf jeden Fall sinnvoll.“ Trotz der Zahlen plädierte er dafür, den Auftrag an Blasy-Överland zu vergeben. Es handle sich um das „kompetentere Unternehmen“, das etwa in Münsing sehr gute Arbeit geleistet habe. Insofern könne man es der Rechtsaufsicht gegenüber durchaus vertreten, wenn in diesem Fall nicht das günstigere Unternehmen zum Zug komme. Das leuchtete Bürgermeister Hubert Oberhauser (Freie Wähler) nicht ein. AB-WA Plan kenne die Verhältnisse vor Ort sehr gut. „Da ist es nicht klug, die Pferde zu wechseln.“ Vize-Bürgermeister Josef Bail (Vereinigte Bürgerschaft) sagte: „Ich weiß nicht, was gegen AB-WA Plan steht.“ Dem schloss sich der Großteil des Gremiums an. Gegen die Stimme von Michael Neubauer wurde der Auftrag an die Gräfelfinger vergeben.

Der Bau des Hochbehälters beginnt im nächsten Jahr

Der Bau des neuen Hochbehälters soll im Jahr 2017 beginnen. Nötig ist er, weil der Trinkwasserbehälter nach einer Studie seit 2002 für die gemeindliche Wasserversorgung zu klein ist. Statt des veralteten Hochbehälters mit insgesamt 300 Kubikmeter sollen nun zwei mit jeweils 650 Kubikmetern (also insgesamt 1300 Kubikmetern) entstehen. Geplant ist ein freistehender Edelstahlbehälter mit Holzeinhausung. Die Gesamtkosten werden laut Bürgermeister Hubert Oberhauser bei etwa einer Million Euro liegen. 

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