Karin und Robert Hansch vor ihrem Lokal in Feldkirchen.
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Beliebtes Ausflugslokal: Bei Karin und Robert Hansch in Feldkirchen ist immer viel Betrieb.

Jetzt muss noch das Landratsamt zustimmen

Egling: Bahn frei für das Hotel Hansch

  • Volker Ufertinger
    vonVolker Ufertinger
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Egling – Seit vollen sechs Jahren wollen Karin und Robert Hansch ihre Gastwirtschaft, bekannt für seinen lauschigen Biergarten und guten Schweinsbraten, in dem kleinen Weiler Feldkirchen, zu einem Hotel umbauen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat dafür die Voraussetzungen geschaffen und dem Bauantrag das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Jetzt muss noch das Landratsamt zustimmen.

Hotel in Feldkirchen: Jetzt muss nur noch das Landratsamt zustimmen

„Es ist gut, wenn das jetzt positiv weiterentwickelt werden kann“, erklärte Bürgermeister Hubert Oberhauser. „Wir haben das ja lange intensivst besprochen“, sagte er zu Gemeinderätin Karin Hansch (Liste Altgemeinde Moosham), die in eigener Sache nicht mit abstimmen durfte.

Es war ein langes Auf und Ab. Als das Gastronomenpaar zum ersten Mal die Idee präsentierte, legte das Landratsamt sein Veto ein – Außenbereich. Daraufhin entwickelte man im Rathaus die Idee, einen Bebauungsplan für den ganzen Ortsteil aufzustellen, wovon auch die Hanschs profitiert hätten. Die Regierung von Oberbayern stellte eine Genehmigung in Aussicht, lehnte im vergangenen Februar aber ab.

Angeblich widerspricht eine Entwicklung des Ortsteils den Zielen des Landesentwicklungsplans. So erledigte sich auch die Idee eines Einheimischenmodells im dortigen Maisfeld. Jetzt mussten die Wirte eine Befreiung von der Außenbereichssatzung erwirken. „Wir sind jetzt eigentlich so weit wie vor sechs Jahren“, sagt die gelernte Hotelfachfrau. „Ich bin wirklich froh, dass es jetzt langsam so weit ist.“

Gasthaus Hansch in Feldkirchen: Geplant sind fünf Gästezimmer, eine Wohnung und ein Apartment

Geplant ist der Abbruch der ehemaligen Tenne (Remise), die bau- und höhengleich neu errichtet werden und als Erweiterung für die bestehende Gastwirtschaft mit Nebenräumen dienen soll. Geplant sind fünf Gästezimmer, eine Wohnung sowie ein Apartment. Abgebrochen wird das Festsaalgebäude, das Garagengebäude wird neu gebaut, und eine Schallschutzwand soll sicherstellen, dass sich der Lärm in den erlaubten Grenzen bleibt, vor allem dem Nachbarn gegenüber. Die Gemeinderäte hatten gegen die Pläne nichts einzuwenden und billigten das Vorhaben mit 17:0 Stimmen.

So einsam Feldkirchen auch liegt: Der Bedarf, Gäste zu bewirten und zu beherbergen, ist vorhanden. Im Sommer gibt es viele Spaziergänger und Radfahrer, die die Gegend erkunden, im Winter Langläufer. Potenzial hat der Standort Feldkirchen auch wegen der Nähe zum Starnberger See und nach München. „Nichts ist wirklich weit weg“, sagt Karin Hansch. Jetzt hofft sie, dass das Landratsamt als Genehmigungsbehörde bald das Okay gibt, so dass im Juni 2021 mit dem Bau angefangen werden kann. Der Betrieb der Gastwirtschaft soll auch in der Bauphase aufrechterhalten bleiben.  

Vor kurzem ist in Egling wohl erste Wimmelporsche der Welt entstanden. Fest steht: Damit wird Besitzer Helmut Freinecker auf den Straßen Aufsehen erregen.

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