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Auch in Berlin hat die AfD bereits demonstriert. In Geretsried ist es am Samstag auf dem Neuen Platz soweit.

„Unser Auftritt hat nichts Politisches“

Deininger Tanzlmusi spielt auf der AfD-Demo

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Geretsried/Egling – Die Deininger Tanzlmusi ist von der AfD für einen Auftritt bei der Demo am Samstag in Geretsried gebucht worden. Die Musiker sagen: Dahinter steckt keine politische Botschaft.

++ Update vom 10. März: Die Deininger Tanzlmusi hat ihren Auftritt für die AfD abgesagt.

Musikalische Unterstützung: Die Deininger Tanzlmusi spielt am kommenden Samstag bei der Kundgebung der Alternative für Deutschland (AfD) in Geretsried. Vier Musiker der Gruppe haben einem zweiteiligen Auftritt zugesagt, bestätigt Mario Buchner, Kreisvorsitzender der AfD, im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Musikanten sollen die Veranstaltung auf dem Neuen Platz um 14 Uhr eröffnen und später noch einmal spielen: zwischen den geplanten Reden des AfD-Vize-Kreisvorsitzenden Constantin Leopold Prinz von Anhalt-Dessau sowie des Bezirksvorsitzenden Florian Jäger.

Hinter dem Engagement der Tanzlmusi verbirgt sich kein politisches Statement, betont Nikolaus Spindler, Vorsitzender der Deininger Blaskapelle und Musikant bei der Tanzlmusi. Er wird am Samstagnachmittag auch spielen. „Das ist ein ganz normaler Auftritt“, sagt der 23-Jährige auf Nachfrage. Die Musikgruppe sei schon von vielen Parteien und politischen Gruppierungen gebucht worden. Er habe ursprünglich gar nicht gewusst, dass es sich am Samstag um ein Engagement für eine Kundgebung handelt. „Unser Auftritt hat also nichts Politisches“, sagt Spindler.

AfD-Mitglied Peter Solloch gründet "Deininger Gesprächskreis"

Den Kontakt für die AfD zur Tanzlmusi hat Peter Solloch aus Deining geknüpft. Der Anwalt engagiert sich seit mehreren Jahren für die Partei und ist nach eigenen Angaben Gründungsmitglied des bayerischen Landesverbandes. „Ich mache viel im Hintergrund“, erklärt Solloch. Unter anderem habe er den so genannten „Deininger Gesprächskreis“ initiiert. Dahinter verberge sich ein bislang nicht-öffentlicher, regelmäßiger Meinungsaustausch von rund 15 Aktiven der AfD.

Im Vorfeld der Kundgebung am Samstag hat Solloch auf die Redner eingewirkt, sagt er. Diese sollten „möglichst moderate Töne“ anschlagen. „Aufeinander zu schimpfen und ,Merkel muss weg‘ zu skandieren, hat keinen Sinn.“ Man wolle eher „nachdenklich sein“ und konstruktiv nach Lösungen für die derzeitigen Probleme in Deutschland und Europa suchen.

Wie berichtet findet die AfD-Kundgebung am Samstag von 14 bis 16 Uhr auf dem Neuen Platz zwischen der Häuserzeile und den Pavillons statt. Ein breites Bündnis hat eine Gegendemonstration unter dem Motto „AfD nein danke“ angekündigt, darunter alle im Geretsrieder Stadtrat vertretene Parteien und zahlreiche weitere Organisationen und Verbände. Die Teilnehmer treffen sich von 14 bis 17 Uhr an der Händelstraße. Laut Organisator Robert Lug sollen die Reden der AfD-Befürworter nicht gestört werden. Erst nach deren Kundgebung würden Bürger per Mikrofon auf seiner Seite zu Wort kommen. Mandatsträger werden nicht sprechen, „sondern der Otto-Normal-Bürger“. Möglicherweise würden die Kundgebungsteilnehmer auch musikalisch unterstützt, sagt Lug. Ob eine Band auftritt und wie sich das technisch realisieren ließe, sei noch offen. Die Gegner planen keinen aufwändigen Bühnenaufbau.

dor

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