Sigrid Prommer, Leiterin Grundschule Egling
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Neuer Arbeitsplatz: Sigrid Prommer hat viele Jahre an der Grundschule in Penzberg gearbeitet, davon fast drei Jahre als Konrektorin. Zum neuen Schuljahr wechselte sie nach Egling.

Sigrid Prommer will die Digitalisierung stärken

Die Neue Eglinger Schulleiterin im Porträt

  • Volker Ufertinger
    vonVolker Ufertinger
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Sigrid Prommer heißt die neue Leiterin der Eglinger Grundschule. Ihr erklärtes Ziel: Die Digitalisierung stärken - und für ein Wohlfühlklima sorgen.

Egling – Seit Anfang des Schuljahres hat die Grundschule Egling eine neue Leiterin. Sigrid Prommer (48) aus Wolfratshausen hat die Nachfolge von Bernhard Sappel übernommen, der aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Nach 20 Jahren an der Grundschule an der Birkenstraße in Penzberg, zuletzt als Konrektorin, wagte sie diesen Schritt –und fühlt sich sehr wohl: „Ich bin hier wahnsinnig herzlich aufgenommen worden. Die Schulfamilie versteht sich einfach gut, das merkt man sofort.“

Die neue Chefin am Eglinger Schulberg ist in Wolfratshausen, genauer: im Ortsteil Farchet, aufgewachsen. Heute wohnt sie mit ihrem Mann, zwei Kindern und einem Hund in Waldram. Ihr Abitur machte sie am Geretsrieder Gymnasium, bevor sie in München Grundschullehramt und Schulpsychologie studierte. Vor allem Letzteres hat es ihr angetan. „Das fand ich wahnsinnig spannend.“ Nach dem Abschluss ging es gleich nach Penzberg, wo sie mithalf, die noch junge Grundschule zu entwickeln. „Penzberg wurde meine Schulheimat.“

Bewerbung, Zusage, Amtsantritt: Es ging hopplahopp

Trotzdem hat sie die Ausschreibung der Stelle in Egling spontan gereizt. Erst in der letzten Woche des vergangenen Schuljahres entdeckte Prommer die Anzeige – und bewarb sich umgehend. „Irgendwie hat sie mich gerufen“, erzählt sie. Ganz kurzfristig erfuhr die Pädagogin, dass sie den Zuschlag erhalten hat. Dann ging alles sehr schnell. „Die letzten Wochen waren schon sportlich.“

Natürlich stand auch in Egling der Schulanfang im Zeichen von Corona. Das obligatorische Händewaschen nach dem Betreten der Schule, die Maskenpflicht in den Begegnungsräumen, das Abstandhalten auf dem – zugegeben ziemlich großen – Pausenhof: All das funktionierte reibungslos. „Hier ziehen einfach alle mit“, sagt Prommer. So ging ihr Wunsch in Erfüllung, dass „das Schuljahr mit allen Kindern starten konnte“.

Schule ist für die Neue ein Lebensraum

Sich selbst beschreibt die neue Leiterin als „kommunikativen Typ“. Reden und Zuhören sind für sie die Grundvoraussetzungen dafür, dass die Schule ein „Wohlfühlort“ wird, an dem Schüler ebenso wie die Lehrer bereit sind, sich einzubringen. Denn Schule ist für sie viel mehr als eine Lernstätte. Sie sei ein Lebensraum, in dem es auf Teamgeist, Kooperation und einen wertschätzenden Umgang ankommt. „Ich weiß, das klingt jetzt alles ein bisschen salbungsvoll“, sagt sie. „Aber es stimmt einfach.“

Ihren Fokus will Prommer auf die Digitalisierung legen. „Wir müssen raus aus der Kreidezeit“, zitiert sie einen alten Spruch. Dabei denkt sie speziell an interaktive Whiteboards, die multimedialen Unterricht ermöglichen und alle klassischen und neuen Medien in einem Gerät vereinen. Das bedeutet natürlich auch einen Abschied vom Frontalunterricht hin zu Partner- und Gruppenarbeiten. „Wegen Corona sind da uns leider im Moment noch die Hände gebunden“, sagt sie. „Doch ich hoffe, dass das bald kommt.“

Dazu passt, dass Bürgermeister Hubert Oberhauser in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Anschaffung von 14 Tablets der Marke Apple verkündete. Möglich war dies durch den „Digitalpakt Schule“ der Regierung, der einen großen Teil der Kosten übernommen hat. Vom scheidenden Schulleiter Bernhard Sappel ließ der Rathauschef die besten Wünsche übermitteln. „Er hat viel bewegt in Egling“, sagte Oberhauser. Von dessen Nachfolgerin hat er einen ausgezeichneten Eindruck gewonnen. „Frau Prommer wirkt sehr sympathisch und scheint mir eine gute Pädagogin zu sein, so weit ich das beurteilen kann.“

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