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Symbolisch öffnete Bürgermeister Hubert Oberhauser die Schranke zum neuen „Leit’n-Weg“ in Veiglberg. 

Kiesstraße ist 1,2 Kilometer lang

Eine neue Verbindung zwischen Veiglberg und Neufahrn

In Egling gibt es einen neuen Weg: Den Leit‘n-Weg zwischen Veiglberg und Neufahrn. Er erschließt rund 20 Hektar Privatwald. 

Egling 17 verschiedene Waldbesitzer unter einen Hut zu bringen, ist gar nicht so einfach. Beim Bau des neuen Forstwegs „Leit’n-Weg“ zwischen Veiglberg und Neufahrn gelang es. Der Weg ist 1,2 Kilometer lang und erschließt 20 Hektar Privatwald. Angelegt hat die Kiesstraße die Gemeinde Egling. Dafür finanzierte sie 90 000 Euro vor. 60 000 Euro gibt es vom Freistaat an Fördermitteln zurück, die restlichen 30 000 Euro werden je nach Flächenanteil auf die Waldeigentümer umgelegt.

Dieser Tage übergaben Bürgermeister Hubert Oberhauser sowie Vertreter des Holzkirchner Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und der Waldbesitzervereinigung (WBV) den Weg seiner Bestimmung. Symbolisch öffneten sie an der Zufahrt in Veiglberg die Schranke, für die jeder der 17 Waldbauern einen Schlüssel hat.

Die Gemeinde Egling besteht aus 3000 Hektar Wald. „Das Holz ist definitiv ein Wirtschaftszweig bei uns“, sagte Oberhauser, selbst Eigentümer einer kleinen Waldfläche. Der Schutz und die reibungslose Bewirtschaftung des Waldes seien der Gemeinde ein Anliegen, sowohl aus ökonomischen als auch aus ökologischen Gründen. Gerade die vergangenen Monate hätten gezeigt, wie wichtig die schnelle Zufahrt zu den Forstgrundstücken und der rasche Abtransport von beschädigten Bäumen sind: „Wir hatten mehrere Kalamitäten. Erst der trockene Sommer mit starkem Borkenkäferbefall, dann der schneereiche Winter mit viel Schneebruch und zusätzlich zwei Stürme.“

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WBV-Vorsitzender Johann Killer gab zu bedenken, dass es mittlerweile um den Walderhalt gehe, nicht mehr nur um den reinen Naturschutz. Je besser die Erschließung in einem Notfall, desto weniger könne sich beispielsweise der Käfer ausbreiten. Oberhauser dankte Robert Nörr vom AELF, der für das Anlegen des Kieswegs federführend verantwortlich war.

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Die Verbindung zwischen Veiglberg und Neufahrn dient übrigens nicht nur den Waldbauern, sie hat auch einen Freizeitwert. Der „Leit’n-Weg“ ist Teil eines schönen Rundwegs mit der Möglichkeit einer Einkehr in Neufahrn.  Tanja Lühr

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