Feuerwehreinsatz
+
Atemschutzmasken sind extrem wichtig für die Feuerwehr. Wie man sie richtig trägt, muss eingeübt werden.

Schulung im Umgang mit Atemschutzmasken

Eglinger Feuerwehr trotzt Corona mit Disziplin und Ideenreichtum

  • Volker Ufertinger
    vonVolker Ufertinger
    schließen

Das Tragen der neuen Atemschutzmasken und die Truppmann-Ausbildung: Beides machte die Eglinger Feuerwehr möglich - trotz Corona.

Egling – Die Feuerwehr muss da sein, wenn es brennt – buchstäblich und im übertragenen Sinn. Doch die Voraussetzungen für die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr zu schaffen, ist momentan alles andere als einfach. Das zeigen zwei Beispiele aus der Feuerwehr Egling. Es brauchte viel Fantasie und Disziplin, um den gewohnten Betrieb trotz Corona aufrecht erhalten zu können.

So sind in Egling die Atemschutzgeräte in die Jahre gekommen. 2020 wurden die ersten neuen Geräte beschafft. Aber wie sollten die 100 Atemschutzgeräteträger geschult werden? Da war guter Rat teuer. „Da bei einigen Geräten auch noch die Grundüberholung im Frühling fällig ist, mussten wir handeln, sonst wären wir irgendwann ohne Atemschutzgeräte da gestanden“, berichtet Stefan Kießkalt, Sprecher der Landkreisfeuerwehren und selbst Mitglied der Eglinger Wehr. Also wurde ein coronakonformes Konzept erarbeitet.

Der Aufwand ist enorm

In einem ersten Schritt erhielten die Geräteträger ein spezielles Handout mit QR-Codes, das es ermöglichte, auch kurze Lernvideos anzuschauen. In einem zweiten Schritt kam man zu einer Face-to-Face-Schulung mit FFP2-Maske und ausreichend Abstand zusammen. „Das schöne Wetter spielte uns in den vergangenen Tagen in die Karten, so dass diese Unterweisung im Freien stattfinden konnte“, so Kießkalt. So hat der Teilnehmer die Chance, nach fast einem Jahr wieder einmal ein Atemschutzgerät zu tragen und sich an den Umgang zu gewöhnen. Als „kleine Belastungsübung“ wird eine Runde zur Grundschule und zurück absolviert. „Der Aufwand über sechs Wochen hinweg ist enorm“, so Kießkalt.

Auch die Modulare Truppmann-Ausbildung (MTA) stellte die Feuerwehr vor eine gehörige Herausforderung. Eigentlich hätte sie schon Anfang Januar stattfinden sollen, doch daran war wegen Corona nicht zu denken. „Für die 15 jungen Feuerwehrkameraden hätte das bedeutet, dass sich ihre fast zweijährige Ausbildungszeit auf unbestimmte Zeit verlängert“, so Kießkalt.

Lesen Sie auch: Stefan Kießkalt, neuer Sprecher der Feuerwehren

Deshalb erarbeiteten die drei MTA-Ausbilder, Werner Martin (Thanning), Sebastian vom Hagen (Deining) sowie Florian Ruppel (Egling) zusammen mit Kreisbrandmeister Marc Vopelius ein Konzept: Alle Inhalte wurden so aufbereitet, dass sie in einer Onlineschulung angeboten werden konnten. „Eine Option, die man in der Feuerwehr eher selten findet. Doch besondere Zeiten fordern besondere Lösungen“, so der Sprecher. Seit der ersten Märzwoche findet zwei Mal pro Woche die MTA- Online-Schulung statt. Die Theoretische Ausbildung soll noch bis zum Ende der Osterferien dauern. Dann muss das theoretische Wissen in die Praxis umgesetzt werden. „Wir hoffen, dass wir Glück haben und termingerecht in die Praxis einsteigen können“, sagt Kießkalt. „Momentan stehen die Chancen gut.“  

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare