+
Einsatz an der Grundschule: Die Feuerwehr ist bereit.

Übung im Rahmen der Brandschutzwoche

Feuerwehr übt Einsatz an der Grundschule

  • schließen

Eine echte Herausforderung war das Szenario, dem sich kürzlich die Eglinger Feuerwehr zu stellen hatte: Brand in der Schule, Panik unter Schülern und Eltern. 

Egling – Gellende Kinderschreie, hervorquellender Rauch und verzweifelte Eltern, die ihren Nachwuchs abholen wollten: Dieses Bild bot sich den Rettungskräften, als sie zur Grundschule Egling alarmiert wurden. „In den Garderoben ist ein Feuer ausgebrochen“, lautete die erste Meldung. „Die Kinder haben sich in den Klassenzimmern eingeschlossen.“

Zum Glück nur gespielt: Erstversorgung der Verletzten. 

Zum Glück ist dieser Einsatz „nur“ eine Übung im Rahmen der Brandschutzwoche, die in diesem Jahr unter dem Motto „Wir sind Ehrenamt – Wir sind Freiwillige Feuerwehr“ steht. „Aber sie kann jederzeit Realität werden“, betont Stefan Kießkalt, Sprecher der Kreisfeuerwehren. Im Vorfeld hatten die Organisatoren Flyer verteilt und Kinder um ihre Mitarbeit als Statisten gebeten. „Es soll so realistisch wie möglich sein“, sagt Kreisbrandmeister Marc Vopelius. Gemeldet haben sich rund 100 Schüler, die verschiedene Rollen bekamen.

Dazu gehört auch, dass sich ein Kind in der Toilette einschließt und von den eingesetzten Kräfte gefunden werden muss. „Andere sind vor lauter Panik aus dem Fenster gesprungen“, beschreibt Kießkalt die Lage weiter, „und haben sich dabei verletzt.“ Weitere Mädchen und Buben müssen per Leiter aus dem Klassenzimmer geholt werden. „Schwierig ist auch die Hanglage der Schule“, so der Pressesprecher. „Klassenzimmer, die vom Eingang aus im Erdgeschoss liegen, befinden sich von der anderen Seite aus gesehen im ersten Stock.“ Ein Punkt, der bei der Kommunikation untereinander beachtet werden muss.

Lesen Sie auch: Die Eglinger Feuerwehr hat einen neuen Chef

Auch an den Inklusionsgedanken dachten die Verantwortlichen: Der elfjährige Andreas mimte einen Rollstuhlfahrer, der aus dem Gebäude getragen werden musste. Zudem wurde die Bevölkerung eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen – „und für das natürliche Chaos draußen zu sorgen“, sagt Kießkalt mit einem Augenzwinkern. An der Übung nahmen neben dem BRK und der Unterstützungsgruppe Katastrophenschutz alle sieben Eglinger Ortsfeuerwehren teil. „Die Zusammenarbeit aller Kräfte ist das A und O“, bekräftigt Kreisbrandrat Alfred Schmeide, der das Geschehen vor Ort beobachtete. Und das klappte mehr als gut: Alle Kinder wurden gerettet, der Brand gelöscht und das Schulhaus belüftet.

Die Reaktionen der Zuschauer gingen in die gleiche Richtung. „Es ist beruhigend zu sehen, dass wir uns auf die Feuerwehr verlassen können“, sagt eine Mutter, die darauf wartet, einen der „Statisten“ wieder mit nach Hause zu nehmen. 

Zu einem Ernstfall kam es für die Feuerwehr in Freising: Nachdem ein Mehrfamilienhaus in Flammen stand, ermittelt jetzt die Kripo.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Das Rote Kreuz probt dramatischen Einsatz am Eisstadion
Mehrere 100 Retter waren am Samstagabend für eine 24-Stunden-Übung des BRK im Einsatz. Das Szenario war ebenso dramatisch wie realistisch.
Das Rote Kreuz probt dramatischen Einsatz am Eisstadion
So lief der verkaufsoffene Sonntag in Wolfratshausen
Bei schönstem Altweibersommer wurde am Wochenende der Kirchweihmarkt begangen. Kunden wie Gewerbetreibende waren sehr zufrieden. 
So lief der verkaufsoffene Sonntag in Wolfratshausen
Und wieder eine Auszeichnung für Gustavo Gusto
Der Geretsrieder Pizzabäcker Gustavo Gusto räumt einen Preis nach dem nächsten ab. Jetzt ist die Kreation „I like Prosciutto“ als „Bestseller 2019“ ausgezeichnet worden. 
Und wieder eine Auszeichnung für Gustavo Gusto
Petruskirche: Darum wird der Vorplatz zum Parkplatz
Die Evangelische Gemeinde in Geretsried verpachtet ihre Wiese vor der Petruskirche für drei Jahre an die Stadt. Aus dem Areal werden Parkplätze. 
Petruskirche: Darum wird der Vorplatz zum Parkplatz

Kommentare