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Neue Nutzung: Die Blaskapelle und die Feuerwehr werden sich das alte Gemeindehaus teilen. Ob noch Platz für ein Tagescafé, den historischen Fahrzeugverein oder öffentliche Toiletten bleibt, wird sich zeigen. 

Neue Pläne für die Ortsmitte 

Gegen den Leerstand: Deining will Gemeindehaus wieder mit Leben füllen 

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Am alten Gemeindehaus in Deining tut sich etwas: Die Blaskapelle wird sich dort in Eigenregie einen Probenraum einrichten. Das ist erst der Anfang: Mancher träumt schon von einem neuen Ortszentrum.

Egling – Was soll mit dem 200 Jahre alten Deininger Gemeindehaus passieren? Diese Frage tauchte in den vergangenen Jahren immer wieder auf, ohne dass sie endgültig beantwortet worden wäre. Dass in die Debatte jetzt Bewegung kommt, ist der Blaskapelle zu verdanken, die sich dort endlich einen Probenraum einrichten will, der ihren Ansprüchen genügt. „Es liegt der Blaskapelle sehr am Herzen, dass sich ihre Situation verbessert“, sagte Bürgermeister Hubert Oberhauser in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. Wenn der Schnäppchen-Laden Mitte des Jahres schließt, werden die Musiker die Decke öffnen und die Wände dämmen, sodass dort eine ordentliche Akustik herrscht.

Oberhauser rekapitulierte die Vorgeschichte. Demnach haben sich Mitte April er selbst, Vertreter des Vereins sowie des Gemeinderates vor Ort besprochen. Dabei wurden die Sorgen und Nöte der Blaskapelle deutlich. Doch nicht nur das: Die Musiker legten auch gleich eine Planung vor, wie sie vorgehen wollen. Die Materialkosten liegen bei etwa 30 000 Euro. „Das Ganze soll jetzt schnell umgesetzt werden, am besten bis Ende des Jahres“, so Oberhauser.

Allerdings wies der Rathauschef darauf hin, dass im alten Gemeindehaus auch das Feuerwehrgerätehaus untergebracht sei. „Die Feuerwehr hat Priorität, und für die Blaskapelle ist natürlich auch noch Platz“, sagte er. Eigentlich sei der Plan gewesen, zur Beschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeugs 2020/21 das Haus zu sanieren und umzubauen, doch nun sei es eben anders gekommen. Um die Interessen auszugleichen, schlug er eine Machbarkeitsstudie vor. „Wir wollen das Gebäude vernünftig weiterentwickeln“, sagte er. Dazu gehöre auch, ein paar Notunterkünfte zu schaffen.

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Die Deininger Gemeinderäte waren angetan. Jakob Bernlochner (Freie Wähler) fand: „Nach der jahrelangen Hängepartie sollten wir die Chance wirklich nutzen.“ Hans Spindler (parteifrei) erklärte: „Wir sollten den Schwung auf jeden Fall mitnehmen und der Blaskapelle bald das Okay geben.“

Noch weiter ging Michael Neubauer (CSU). Er schlug vor, im Erdgeschoss ein Tagescafé einzurichten: „Wir haben in Deining viele Senioren und alleinstehende Menschen.“ Außerdem plädierte er dafür, öffentliche Toiletten einzubauen: „So etwas haben wir ja nicht mehr, seitdem es keine Gastwirtschaft mehr gibt.“ Vielleicht, so sein Vorschlag, könne man auch noch einen Platz für den historischen Fahrzeugverein finden. „Ich finde es richtig und wichtig, dass über das Gebäude geredet wird. Das gibt uns die Chance zur Belebung der Ortsmitte.“

Leise Bedenken meldete angesichts dieser Vision Sonja Galli-Krottenthaler (Freie Wähler) an: „Je mehr wir reinpacken, desto länger wird es dauern“, sagte sie. Und auch Hubert Oberhauser meinte: „Wir müssen schauen, was das Gebäude hergibt.“ Doch dass dort etwas passieren wird, sei jetzt klar. „Großes Indianer-Ehrenwort: Es werden bald mit den Nutzern Gespräche geführt, und dann wird etwas zu Papier gebracht.“ Der Gemeinderat beauftragte auf Vorschlag der Verwaltung das Münchner Architektenbüro Firmhofer & Günther einstimmig mit einer Machbarkeitsstudie. vu

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