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Neue Bestimmung: Das Springeranwesen gegenüber dem Rathaus war ein Bauernhaus, jetzt steht es leer. Nach den Plänen der Gemeinde soll dort, nach einem Neubau, eine Tageseinrichtung für Senioren einziehen.

Ein Platz für Senioren

Gemeinde Egling plant Tagespflege

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Die Schaffung von sozialem Wohnraum ist derzeit eines der wichtigsten Themen für Städte und Gemeinden. In Egling plant man eine Tagespflege-Einrichtung für Senioren – direkt gegenüber dem Rathaus.

Egling – Die demografische Entwicklung macht auch vor Egling nicht Halt. Wie überall in Bayern, wird auch hier der Prozentsatz an Senioren spürbar zunehmen. Dass dies die Kommunen vor eine ernsthafte Aufgabe stellt, haben erst kürzlich Felicitas Wolf, zuständig für Seniorenplanung im Landratsamt, und Christiane Bäumler vom Sozialamt den Eglinger Gemeinderäten vor Augen geführt.

Darauf bezog sich Bürgermeister Hubert Oberhauser ausdrücklich, als er am Dienstag bekannt gab, dass die Gemeinde eine Tagespflege für ältere Mitbürger plant. „Auch in unserem Bereich gibt es Bedarf, Senioren gut unterzubringen“, sagte er.

Untergebracht wird die Tagespflege im so genannten Springerhaus schräg gegenüber dem Rathaus, einem altem Bauernhaus, das seit einigen Jahren leer steht. Anfang des Jahres war der Kauf verkündet worden. Damals gab es noch keine konkreten Pläne.

Fakt ist, dass das Haus nicht im besten Zustand ist. Die Bausubstanz ist so schlecht, dass sich das Anwesen wohl kaum erhalten lässt. „Wenn es abgerissen wird, sollte der Neubau in der Kubatur ähnlich sein“, sagte Oberhauser. Es soll ein wenig weiter in Richtung Norden versetzt werden.

Ein wenig Sorge bereitet im Rathaus die Tatsache, dass sich im Erdreich möglicherweise Gräber aus dem frühen Mittelalter befinden. Diese Vermutung wird jedenfalls im Bayerischen Denkmalatlas geäußert. Bekanntlich verzögern archäologische Funde Bauvorhaben auf unbestimmte Zeit. Im Fall des Springeranwesens versucht die Gemeinde, die Problematik zu umgehen, indem der Neubau nicht unterkellert wird. Der Neubau soll an die Hackschnitzelheizung im Rathaus angeschlossen werden.

Am Dienstag fasste der Gemeinderat einstimmig den Beschluss, Honorarangebote für die Erstellung eines konkreten Raumprogramms einzuholen. Wichtig ist dem Gemeinderat, dass die Förderfähigkeit durch die Regierung von Oberbayern berücksichtigt wird. Sie ist an bestimmte Bedingung geknüpft, was Wohnungstyp, Haushaltsfläche und Wohnfläche angeht. So darf eine Zwei-Zimmer-Wohnung für eine Person eine Wohnfläche von 50 Quadratmetern nicht überschreiten, sonst ist eine finanzielle Förderung nicht möglich.

Innerhalb des Gebäudes sollen neben der Tagespflegeeinrichtung für Senioren eine Zwei-Zimmer-Wohnung für eine Person mit maximal 50 Quadratmetern, eine Zwei-Zimmer-Wohnung für zwei Personen mit maximal 55 Quadratmetern sowie zwei Drei-Zimmer-Wohnungen für drei oder vier Personen mit maximal 75 Quadratmetern untergebracht werden.

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