Die Eglinger Grundschule.
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Hier wird investiert: Die Eglinger Grundschule soll einen Hort bekommen. Außerdem müssen Schule und Turnhalle saniert werden.

Gemeinderat verabschiedet den Haushalt 2021

Egling hat fünf Millionen auf der hohen Kante

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Der Haushalt der Gemeinde Egling für das Jahr 2021 steht: Einstimmig hat der Gemeinderat das Zahlenwerk in seiner jüngsten Sitzung abgesegnet.

  • Der Eglinger Gemeinderat hat den Haushaltsetat 2021 ohne Gegenstimme verabschiedet
  • Größter Ausgabeposten ist die Kreisumlage
  • In diesem Jahr soll weiter investiert werden - unter anderem in sozialen Wohnungsbau

Egling – Das Gesamtvolumen des Haushalts ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und liegt 2021 bei 12,4 Millionen Euro. Der Etat teilt sich auf in den Verwaltungshaushalt mit 9,1 Millionen Euro und den Vermögenshaushalt mit 3,3 Millionen Euro.

Mit einem Rückgang der Steuereinnahmen ist zu rechnen

Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr wenig Spuren hinterlassen. Aufgrund weiter gestiegener Gewerbesteuereinnahmen verlief das Haushaltsjahr laut Kämmerin Daniela Simon sehr positiv. Zum 31. Dezember 2020 wurden 664 000 Euro mehr erzielt als ursprünglich veranschlagt. Zugleich konnten nicht alle vorgesehenen Maßnahmen umgesetzt werden, sodass sich hier „nicht unwesentliche Einsparbeträge“ ergeben. „Es war geplant, dass wir zwei Millionen Euro aus den Rücklagen entnehmen müssen. Tatsächlich haben wir 65 000 Euro zugeführt“, ergänzt Bürgermeister Hubert Oberhauser im Gespräch mit unserer Zeitung. Dennoch ließen sich die Auswirkungen der aktuellen Ereignisse auf die kommunalen Finanzen derzeit nicht abschätzen. „Es besteht die Möglichkeit, dass die im Haushaltsplan 2021 veranschlagten Maßnahmen nicht umgesetzt werden können, weil es an allen möglichen Ressourcen fehlt“, so die Kämmerin. Auch mit einem Rückgang der Steuereinnahmen sei zu rechnen.

40 Prozent weniger Schlüsselzuweisung

So erwartet Egling an Einkommenssteuer für dieses Jahr gut 3,8 Millionen Euro – ein bisschen weniger als 2020. Kalkuliert hatte die Gemeinde mit 3,6 Millionen Euro. Tatsächlich geflossen sind 3,9 Millionen Euro. Auch die zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen hat Simon leicht nach unten korrigiert: Sie rechnet mit 2,1 Millionen Euro (2020: 2,3 Millionen Euro). Die Schlüsselzuweisung durch den Freistaat fällt heuer um knapp 40 Prozent geringer aus, weil die Gemeinde Oberhauser zufolge eine sehr gute Steuerkraft besitzt. Insgesamt belaufen sich die geschätzten Mindereinnahmen auf etwa 700 000 Euro.

Kreisumlage steigt

Den traditionell größten Ausgabeposten für die Kommune stellt die Kreisumlage dar, die erneut höher ausfallen wird. Sie steigt um 170 000 Euro. Damit kommt Egling auf einen Wert von über 3,2 Millionen Euro. Auch die Personalausgaben sind mit 2,6 Millionen Euro nicht gering. Sie erhöhen sich gegenüber dem Ansatz vom Vorjahr um 272 000 Euro. Die Mehrausgaben ergeben sich durch Neueinstellungen im Bereich der Kinderbetreuung, Höhergruppierungen, steigende Gehälter und aufgrund der Gewährung einer Großraumzulage samt Kinderzuschlag.

Auch 2021 soll kräftig investiert werden

2021 möchte die Gemeinde ordentlich investieren. Die Sanierung des Gemeindehauses in Deining läuft weiter, ebenso die Bebauung des „Springer“-Anwesens mit Sozialwohnungen und die Erweiterung der Kindertagesstätte in Deining. „An der Schule werden wir einen Hort bauen, und in diesem Zuge die Schule und die Turnhalle sanieren“, blickt Bürgermeister Oberhauser in die Zukunft. Planungskosten für diese Maßnahme sind bereits heuer im Haushalt eingestellt. Ein „großer Brocken“ für die Gemeinde ist auch die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Deining – terminiert für 2022.

Eglings Bürgermeister Hubert Oberhauser.

Eine Summe von über 3,3 Millionen Euro fließt in folgende Bereiche: in die Sanierung und Schaffung von Wohnraum, ins Feuerlöschwesen, in Straßen und in die Kinderbetreuung. Die Ausgaben dafür lassen sich durch einen Griff in die Rücklagen in Höhe von 1,3 Millionen Euro finanzieren. Das Vermögen der Gemeinde lag Ende 2020 auf dem Rekordniveau von knapp fünf Millionen Euro. Wegen der Investitionen wird es Ende 2021 um etwa ein Viertel geschrumpft sein.

Schuldenstand bleibt unverändert

Der Schuldenstand liegt unverändert bei 1,1 Millionen Euro. 2019 hatte die Gemeinde ein zinsloses Darlehen für den sozialen Wohnungsbau aufgenommen. Seit heuer wird es zurückbezahlt.

nej

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