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Landgemeinden wie Münsing oder Egling müssen sich in den nächsten Jahren auf verstärkten Zuzug einstellen, sagt der Landrat. 

Die Stadt München dehnt sich aus

Es wird enger in den Landgemeinden

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Bad Tölz-Wolfratshausen -  Die Städte und Gemeinden im Nordlandkreis müssen sich auf erheblichen Zuzug gefasst machen. Darauf stimmte Landrat Josef Niedermaier die Besucher der jüngsten Bürgerversammlung in Egling ein. 

„In den nächsten zehn Jahren wächst der Großraum München um 300 000 Einwohner“, sagte Landrat Josef Niedermaier. Das habe Auswirkungen auf Gemeinden wie Münsing und Egling. Die Kommunalpolitiker müssten sich deswegen jetzt schon über Wohnformen und Wohnmöglichkeiten der Zukunft Gedanken machen. „Auch wenn wir das nicht wollen, halten wir den Zuzug nicht auf.“ Die Auswirkungen verdeutlichte der Landrat anhand der Stadt Augsburg. Die hat rund 300 000 Einwohner „und die entsprechende Infrastruktur“. Sollte der Ballungsraum München um diese Zahl wachsen, müssten entsprechend der öffentliche Nahverkehr aufgerüstet und neue Straßen gebaut werden. Niedermaier: „Neue Straßen führen aber immer an Grundstücken vorbei.“

Es wird in Zukunft höher und dichter gebaut werden

In den vergangenen 25 Jahren sei zudem die Wohnfläche pro Einwohner in Bayern um zehn Quadratmeter von 37 auf 47 gestiegen. Auch das müsse bedacht werden. Um Flächenversiegelung zu vermeiden, müsse man dementsprechend höher oder dichter bauen. Ein Anteil des Zuzugs sei Flüchtlingen zuzurechnen, die anerkannt werden. „Die sind zwar nur ein Teil, kommen aber oben drauf.“ Sie hätten nach positivem Abschluss ihres Asylverfahrens das Grundrecht, sich frei in Deutschland zu bewegen und dort hinzuziehen, wohin sie möchten. Niedermaier rechnet mit zwei Szenarien: Entweder Flüchtlinge finden dort Arbeit, wo sie untergebracht waren. „Oder sie ziehen zu ihren Verwandten in die Ballungsräume.“ 

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