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Im vertraulichen Gespräch: Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber (Mitte) hörte auf den Rat von Peter Bauer (li.) Das Bild wurde 1974 im Gasthaus Bruckenfischer in Dürnstein aufgenommen. 

Er war Edmund Stoibers Ratgeber

Trauer um Peter Bauer: Der letzte Bürgermeister von Deining ist gestorben

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Peter Bauer war von 1970 bis 1978 der letzte Bürgermeister von Deining. Jetzt ist Bauer im Alter von 80 Jahren gestorben. 

Egling– Überzeugter Landwirt und leidenschaftlicher Lokalpolitiker: Das war Peter Bauer. In seiner Eigenschaft als letzter Bürgermeister der Altgemeinde Deining, als Gemeinderat der Großgemeinde Egling sowie als Kreisrat bestimmte er an maßgeblicher Stelle das Geschehen in seiner Heimat mit. Doch sein Einfluss reichte weit darüber hinaus. Bauer war auch Rat- und Ideengeber des ehemaligen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber. Am 14. Mai ist der Austragsbauer zum Straßmoar im Alter von 80 Jahren verstorben.

Ex-Ministerpräsident Stoiber erinnert sich an Verstorbenen

Peter Bauer ist im Alter von 80 Jahren verstorben. 

Stoiber erinnert sich an den Deininger als „prägende politische Persönlichkeit aus der Mitte des Volkes“. Er würdigt Bauer als „echten Christ-Sozialen mit einem großen Gerechtigkeitsgefühl und hoher Überzeugungskraft.“ Bauer habe ihn stets zum politischen Engagement ermuntert. „Ohne ihn hätte ich es 1974 sicher nicht in den Landtag geschafft.“ Auch später blieb der Deininger ein treuer Weggefährte. „In meinen späteren Ämtern war er mir immer ein zuverlässiger, volksnaher Ideengeber.“

Aufgewachsen ist Bauer südlich von Deining, an der Einmündung der Ergertshauser Straße in die Staatsstraße 2072. An das Ende des Kriegs erinnerte er sich bewusst, an den Rückzug der Wehrmacht, den Elendszug der KZ-Häftlinge, der am Hof vorbeiführte („Das werde ich mein Leben lang nicht vergessen“), an die anrückenden Amerikaner. In einem Bericht für unsere Zeitung beschrieb Bauer, dass ein französischer Kriegsgefangener namens Max, der ab 1943 auf dem Bauer-Hof arbeitete, ihm bei einem Fliegerangriff einmal das Leben rettete. Bis zur Heimkehr seines leiblichen Vaters aus der russischen Kriegsgefangenschaft 1946 war Max ein Ersatzvater, mit dem er in der Notzeit Schnecken sammelte und kochte.

Als Bauer Bürgermeister wurde, war er gerade mal 31 Jahre alt

1970, im Alter von gerade einmal 31 Jahren, wurde Bauer zum Bürgermeister von Deining gewählt. Er blieb es bis 1978, als Deining ebenso wie Endlhausen im Zuge der Gebietsreform in der Großgemeinde Egling aufging. Im neuen Gemeinderat war der leidenschaftliche Landwirt bis 2002 vertreten. Bürgermeister Hubert Oberhauser, der eine Amtsperiode lang gemeinsam mit Bauer im Gremium saß, erinnert sich an einen „sehr angenehmen und sozial eingestellten Kollegen, der alle Menschen gleich behandelt hat.“ Oberhauser rechnet es Bauer als großes Verdienst an, dass er die Bildung der Großgemeinde voll mitgetragen und „positiv begleitet hat.“

Der Deininger CSU-Gemeinderat Michael Neubauer würdigt Bauer, der 1965 den CSU-Ortsverband mitgegründet hatte, als „Mann der ersten Stunde.“ Er beschreibt Bauer, dessen Nachfolge Neubauer 2002 antrat, als „sehr sozial, sehr belesen, sehr wissbegierig“. Auch in seinen 24 Jahren als Kreisrat habe Bauer zum Segen von Deining, Egling und des Landkreises gewirkt. Die Beerdigung fand am Freitag in St. Nikolaus in Deining statt.

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