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Das alte Deininger Schulhaus kommt für einen Umbau grundsätzlich infrage. Ob eine Sanierung machbar ist, muss sich zeigen.

Beschluss des Gemeinderats

Egling schafft mehr Sozialwohnungen

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Egling - Die Gemeinde will eigene Immobilien sanieren und Neubauprojekte anstoßen. So soll es mehr Sozialwohnungen geben.

Große Einigkeit herrscht im Eglinger Gemeinderat über die Tatsache, dass in Sachen sozialer Wohnungsbau etwas getan werden muss. Mit 16:0 Stimmen sprach sich der Rat in der Dienstagssitzung dafür aus, verschiedene Modelle zu prüfen. Schon in den Haushalt 2016 sollen Mittel eingestellt werden.

Hans Spindler brachte die Sache ins Rollen

Die Sache ins Rollen brachte Hans Spindler (parteifrei). Mit seinem Antrag von Anfang des Jahres wollte der Deininger Abhilfe gegen einen Misstand schaffen, der ihn schon länger umtreibt. Die Mieten im Münchner Umland sind bekanntlich hoch. „Gerade junge Familien und alleinerziehende Eltern tun sich schwer, hierzubleiben, wenn es einkommensmäßig nicht mehr so gut ausschaut“, erklärte er. Und genau da sei die Gemeinde am Zug.

Deshalb beantragte er, Immobilien aus dem Besitz der Gemeinde so bald wie möglich zu sanieren und in „einen bewohnbaren Zustand“ zu versetzen. Konkret nannte Spindler das alte Deininger Schulhaus und das alte Ergertshauser Gemeindehaus, beides mehr oder weniger Ruinen. Geeignet sind beide Gebäude auch wegen ihrer zentralen Lage. Grundsätzlich sei der Zeitpunkt ideal, jetzt aktiv zu werden. Die Fördergelder seien so hoch wie selten.

Spindler fordert auch Neubauten - so wie Münsing

Doch dabei beließ es Spindler nicht. Er forderte außerdem, nach dem Vorbild von Münsing auch Neubauten ins Auge zu fassen. Sympathisch wäre ihm ein Mehrgenerationenhaus an zentraler Stelle. Die Mittel dafür seien nach Möglichkeit in den Haushalt 2016 einzustellen. „Das wäre mein Begehr.“

Bei Bürgermeister Hubert Oberhauser rannte Spindler damit offene Türen ein. „Der Antrag ist ausgesprochen sinnvoll“, sagte er. Sicher sei früher der Bedarf nicht so groß gewesen, wie er sich momentan abzeichne. Deshalb gehe es draum, die Zeichen der Zeit zu erkennen und danach zu handeln. „Es ist absehbar, dass die neun Wohnungen, die wir für diesen Zweck haben, auf Dauer nicht aureichen werden.“

Der Bürgermeister macht Einschränkungen

Einschränkungen machte Oberhauser in zweierlei Hinsicht. Zum einen bezweifelte er, ob das Deininger Schulhaus überhaupt für eine Sanierung infrage kommt. Es stamme aus dem Jahr 1821, die Bausubstanz sei extrem schlecht. Was mögliche Neubauten anging, wies er daraufhin, dass sich das dörfliche Bild, das Egling derzeit bietet, in Zukunft ändern könnte. „Wir reden dann über Baukörper mit bis zu acht Wohnungen“, sagt er. Doch wenn man beschließe, diesen Weg zu gehen, müsse man auch konsequent sein. „Ich sehe da kein Problem.“

"Das Geld ist so billig wie nie"

Michael Neubauer (CSU) unterstützte den Antrag von Hans Spindler und appellierte, möglichst bald Fakten zu schaffen. „Das Geld ist so bilig wie nie, wer weiß, wann die Zinsen wieder steigen“, sagte er. „Wenn man große Projekte umsetzen will, dann jetzt.“ Erhard Gaigl sprach die Empfehlung aus, sich bei Neubauprojekten Rat von außen zu holen. „Das sollte von Profis gemacht werden.“ In dieser Frage, so deutete Oberhauser an, seien auch schon Gespräche geführt worden. „Für die gemeindlichen Gebäude muss ein Gesamtkonzept gestrickt werden.“

vu

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