Schreiben vom Ministerium

Egling sorgt sich um  geothermische Untersuchungen in Pullach

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Die geplanten geothermischen Untersuchungen in Pullach berühren nördliche Gemeindeteile Eglings. Das treibt die Räte um.

Egling – Ausgangspunkt der Diskussion am Ende der jüngsten Gemeinderatssitzung war eine Information des bayerischen Wirtschaftsministeriums, die Hubert Oberhauser zu Beginn in seinem Bericht vorgelesen hatte. Demnach sollen im Zuge des Geothermieprojekts in Pullach in einem 132 000 Quadratmeter großen Bereich seismologische Untersuchungen in Sachen Erdwärme anlaufen. Genehmigt ist das Projekt vom 1. Oktober dieses Jahres bis zum 30. September 2020. Dieses so genannte Großhesseloher Feld berühre knapp die nördlichen Gemeindeteile Deining, Hornstein und Aumühle, teilte Oberhauser den Räten mit. Dies stachelte Michael Neubauer dazu an, am Ende des öffentlich Teils nachzuhaken.

Rüttlerfahrzeuge sollen nicht durch Gemeinde fahren

Wie genau die Untersuchungen ablaufen, wollte der CSU-Mann vom Ratshauschef wissen und erinnerte an seine schlechten Erfahrungen. Damals, im Oktober 2012, seien „die mit ihren Rüttelautos“ ebenfalls im Gemeindegebiet unterwegs gewesen. „Das Verhalten dieser Leute war ein Skandal, eine Zumutung“, schimpfte der Deininger. Einen Einfall der Rüttlerfahrzeuge in Neufahrn habe man damals „gerade noch so verhindert“. Er bitte darum, „dass wir sie nicht noch einmal an und in unsere Dörfer fahren lassen“.

Bürgermeister Oberhauser war sich nicht sicher, ob dieses Mal überhaupt die so genannten Vibro-Messtrucks zum Einsatz kommen, davon stehe in dieser Information nichts. „Hundertprozentig“, insistierte Neubauer und ließ eine weitere Brandrede folgen: „Ich bin, was diese Bande betrifft, nicht bereit, das noch einmal mitzumachen.“ Auch warnte er seine Kollegen: „Bei Schäden an den Häusern durch die Erschütterungen ist der Besitzer in der Beweispflicht.“

Gesprächspartner gewünscht

Hans Spindler sprang seinem CSU-Kollegen bei. Er sehe das auch nicht so locker, sagte er, „dass man da mit so einem lapidaren Schreiben daherkommt“. Spindler wünscht sich, „dass da jemand von den Verantwortlichen zu uns in die Sitzung kommt und uns genau informiert, was da passiert“. Auch Dr. Jakob Bernlochner, ebenfalls ein Deininger, „möchte vorher wissen, was die da machen“.

Rathauschef Oberhauser bezweifelte, dass sich das Projekt verhindern lässt: „Die Kompetenz werden wir nicht haben, um denen die Untersuchungen zu verbieten.“ Immerhin komme die Information vom Wirtschaftsministerium. Oberhauser versprach aber, die Bedenken und Anregungen seiner Ratskollegen aufzunehmen und weiterzugeben. 

Rubriklistenbild: © dpa

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