Kassier Peter Müller, Wirt und Vize-Kassier Hans Rummel und Vorstand Sepp Müller, Veiglbergler Neufahrn (Gemeinde Egling).
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Vieles neu ist im Stüberl des Trachtenvereins Veiglbergler Neufahrn, etwa die neue Schänke. Stolz auf das Gemeinschaftswerk sind (v.li.) Kassier Peter Müller, Wirt und Vize-Kassier Hans Rummel sowie Vorstand Sepp Müller.

Beim Jahrtag am Sonntag ist es zu besichtigen

Im Lockdown: Veiglbergler Neufahrn haben ihr Vereinsheim kernsaniert

  • Volker Ufertinger
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Richtig schön ist das sanierte Vereinsheim der Veiglbergler Neufahrn geworden. Die Trachtler haben 2000 Arbeitsstunden reingesteckt - und auch einiges an Geld.

Egling – Hatte Corona auch etwas Gutes? Der Vorstand der Veiglbergler Neufahrn, Sepp Müller (32), kann dem Gedanken etwas abgewinnen. „So haben wir wenigstens in Ruhe unser Vereinsheim renovieren können“, sagt er. Ohne Zeitdruck haben die Trachtler das Haus am Kapellenweg, in dem auch der Kindergarten untergebracht ist, kernsaniert. Am kommenden Sonntag, 19. September, steht der Trachtenjahrtag an, da können die Vereinsmitglieder das Ergebnis in Augenschein nehmen.

Schon einmal wurde das Haus, das der Gemeinde gehört, im großen Stil saniert. Das war 1979. Bis dahin hatten die Veiglbergler – benannt nach dem Hausberg von Neufahrn – lediglich ihre Trachtlerproben im Dachgeschoss abgehalten. Nun hatten sie die Chance, das leer stehende Erdgeschoß für ihre Zwecke zu nutzen. Unter Vorstand Georg Schmid kamen damals 2000 ehrenamtliche Stunden. Jetzt, unter Vorstand Sepp Müller, kommt man exakt auf die gleiche Zahl.

Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied. Damals musste der Verein sämtliche Kosten tragen. Diesmal hat die Gemeinde eine Großteil übernommen. Von den nötigen 100 000 Euro bezuschusste die Kommune 80 Prozent. „Dafür sind wir wirklich sehr dankbar“, so Müller. Die restlichen 20 000 Euro brachten die Trachtler selbst auf, 16 000 Euro dank großzügiger Spenden, 4000 Euro durch Eigenkapital. Es galt die grundsätzliche Regel, dass die Gemeinde alle fest verbauten Teile finanziert, die Trachtler selbst das Inventar, etwa die neue Stühle. Einzige Ausnahme: die Schänke und die neuen Schränke im Wert von 14 000 Euro.

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70 Helfer freiwillige Helfer haben vom Beschluss zur Sanierung am 13. Mai 2020 bis zum Hebauf am 4. September 2021 kräftig mit angepackt. „Wir haben praktisch alle Gewerke selbst bedient“, sagt Müller. „Es war ein wirklich schönes Arbeiten. Hut ab vor meinen Leuten.“ Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Durch einen Durchbruch im hinteren Teil ist jetzt Platz für 140 Besucher, die WCs sind kernsaniert, eine Fußbodenheizung ist ebenso installiert. Und, und, und.

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Am kommenden Sonntag steht jetzt erst einmal der Trachtenjahrtag an. Die Kirche beginnt um zehn Uhr, anschließend segnet Pater Adrianus das renovierte Vereinsheim. Außerdem wird die Versammlung aus dem vergangenen Jahr nachgeholt, bei der neben 16 Ehrungen auch sechs Neuaufnahmen anstehen. Der Vorstand bittet, die allgemeinen Hygieneregeln zu beachten. Es gilt, wie üblich, 3G. Die Pläne der Trachtler richten sich aber auch schon in die Zukunft. Ab Oktober soll das Stüberl jeden 2. und 4. Freitag im Monat für das ganze Dorf aufmachen. „Es gibt Würstel, Pizza, und natürlich Holzkirchner Bier“, sagt Müller. „Einfach griabig beinandsitzen.“ Schöne Aussichten für die Zeit nach Corona.

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