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Katharina Bernlochner neue Asylkoordinatorin in Egling.

Eine Asylkoordinatorin für Egling

Eine Asylkoordinatorin für Egling

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Egling – Angesichts der wachsenden Herausforderungen hat die Gemeinde Katharina Bernlochner angestellt. Sie soll die Helfer an die richtigen Stellen bringen. 

Bisher waren es die Städte wie Wolfratshausen und Geretsried, die den Helferkreisen Koordinatoren an die Seite gestellt haben. Jetzt zieht Egling als erste Gemeinde im Nordlandkreis nach. Wie Bürgermeister Hubert Oberhauser in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt gab, hat Egling zum 15. Februar Katharina Bernlochner (45) auf 450 Euro-Basis angestellt. Die Stelle sei auf ihren eigenen Wunsch auf ein halbes Jahr befristet worden. „Wenn die Zahlen in den kommenden Jahren so weitermarschieren, dann müssen wir gerüstet sein“, sagte Oberhauser. Bernlochners Aufgabe wird laut Oberhauser darin bestehen, als Ansprechpartnerin für die Ehrenamtlichen und für das Landratsamt zu fungieren.

Sonja Galli-Krottenthaler erklärte in der Sitzung, dass es dringend nötig war, eine eigene Stelle zu schaffen. „Die Belastung war immens, nebenher war das nicht mehr zu schaffen.“ Besonders dankbar ist sie, dass ihr der „Schriftkram abgenommen wird“. Denn: „Die Bürokratie ist gewaltig.“ Sie werde in Zukunft die Öffentlichkeitsarbeit übernehmen und weiter auf der politischen Ebene tätig bleiben. So hat sie sich vorgenommen, Fördermittel einzuwerben. Oberhauser sprach ihr für ihren Einsatz seinen Dank und Respekt aus und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Auch mit Unterstützung wird Dir sicher nicht langweilig werden.“

Katharina Bernlochner ist Diplom-Pflegewirtin, war eine Zeit lang für „Ärzte ohne Grenzen“ im Ausland tätig und arbeitet derzeit im Hauptjob bei der Siemens-Betriebskrankenkasse in München. Ihr Credo: „Es ist wichtig, Respekt und Wertschätzung gegenüber allen Menschen zu zeigen, egal welcher Herkunft.“

Katharina Bernlochner gehört jenen Deiningern gehört, die sich um die ersten Ankömmlinge im Jahr 2013 im Riedhof gekümmert haben. „Die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer vor Ort läuft schon sehr gut. Jetzt geht es darum, einen Bogen darüber zu spannen“, sagt sie. Das heißt: Die Koordination soll die Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen den Helferkreisen und innerhalb der einzelnen Helferkreise herstellen.

Derzeit haben 55 Flüchtlinge in der Gemeinde eine vorübergehende Bleibe gefunden. In der Hauptsache handelt es sich um Afghanen und Syrer. 26 leben in Deining (17 in der ehemaligen Musikstube, neun weitere in zwei privaten Wohnungen), 17 in Ergertshausen, sieben im Riedhof, fünf in Neufahrn.

Dem stehen laut Bernlochner etwa 40-50 Aktive in den drei Helferkreisen gegenüber, die sich um die Neuankömmlinge kümmern. „Neben der Betreuung in den Asylunterkünften vor Ort klappen vor allem die Deutschkurse sehr gut, etwa dreimal pro Woche findet Unterricht statt“, sagt die neue Asylkoordinatorin.

Nicht auszuschließen ist, dass auch in andern Ortsteilen demnächst Flüchtlinge untergebracht werden müssen. Mehr als einmal hat Bürgermeister Hubert Oberhauser den Willen der Gemeinde bekräftigt, dass eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge die beste Lösung sei. Dann müssten auch auch dort Helferkreise gegründet werden – wobei man dabei auf die Erfahrung und den Beistand von Katharina Bernlochner rechnen kann. „In diesem Fall werde ich natürlich mit Rat und Tat zur Seite stehen.“ vu

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