+
Schnelles Internet: Die Gemeinde Egling will den Breitbandausbau vorantreiben. 

Höfe-Programm

Egling will Fördertopf für Breitbandausbau optimal ausschöpfen

  • schließen

Die Nächste Stufe des Breitbandausbaus: Egling will mit dem Höfe-Programm weitere sieben Ortsteile fit für die Zukunft machen.

Egling – Jedem ihrer Haushalte schnelles Internet zu ermöglichen, das ist für die Großgemeinde Egling eine Herausforderung: 34 Ortsteile auf rund 75 Quadratkilometern sollen final einmal ans Breitbandnetz angeschlossen sein. „Wir haben schon sehr viel gemacht“, sagte Bürgermeister Hubert Oberhauser in der jüngsten Ratssitzung. Die vierte Stufe des Ausbaus werde in diesem Jahr abgeschlossen. „Damit sind wir aber noch nicht am Ende“, betonte der Rathauschef und übergab das Wort an Michael Himmelstoß.

Der Diplom-Ingenieur des Planungsbüros Innovative Kommunikations-Technologien (IKT) war eingeladen worden, um den Räten das weitere Vorgehen unter Berücksichtigung möglicher staatlicher Förderungen zu erläutern und schmackhaft zu machen. Himmelstoß zeigte zunächst den von seinem Büro ermittelten Ist-Zustand auf. „Aufgrund ihrer Größe“, so der Experte, „haben wir in der Gemeinde immer noch versorgungsfreie Flecken.“ Das Problem: Eine grobe Planung und Kostenschätzung ergab, dass die Eglinger selbst mit den verbleibenden Fördermitteln keine Komplettversorgung aller Restgebiete erreichen.

102 Adressen bekommen Glasfaserleitungen 

Der Komplettausbau aller noch unterversorgten Eglinger Ortsteile und Weiler würde für 126 Anschlüsse eine geschätzte Wirtschaftlichkeitslücke von rund 1,75 Millionen Euro erfordern. Damit wäre der höchstmögliche Förderbetrag deutlich überschritten. Jeder darüber hinausgehende Euro ginge zu 100 Prozent zu Lasten der Kommune.

Himmelstoß empfahl dem Gremium deshalb, im nächsten Schritt das Breitband-Ausbaugebiet unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten so geschickt zu wählen, dass die Gemeinde die Förderung optimal ausschöpft und trotzdem ein möglichst großes Gebiet erschließt – „andernfalls wird es recht schnell sehr teuer“. Zudem ist sich Himmelstoß sicher, „dass der Staat in Zukunft weitere Fördertöpfe für den Breitbandausbau aufmachen wird“. Ein schrittweises Vorgehen sei daher der richtige Weg. Er schlug vor, innerhalb des sogenannten Höfe-Programms zunächst die Ortsteile Hornstein, Aumühle-Deining, Schönberg, Öhnbock-Nord, Bullreuth-Wörschhausen, Geilertshausen und Sachsenhausen mit ihren insgesamt 102 Adressen mit Glasfaserleitungen – insgesamt rund 30 Kilometer Kabellänge – zu versorgen. Die Kosten dafür belaufen sich auf grob geschätzt rund 969 000 Euro. Der Staat fördert dies im Höfe-Bonus mit 80 Prozent, macht etwa 775 000 Euro. Bleibt für die Gemeinde ein zu zahlender Betrag von knapp 194 000 Euro.

Eglings Räte folgten dem Rat Himmelstoß’ einstimmig. In den genannten Gebieten soll IKT den Breitbandausbau ausschreiben und dabei folgende Eckpunkte berücksichtigen: Das Vergabelimit liegt bei 950 000 Euro für das Gesamtvolumen. Die Bandbreiten liegen bei 150 Megabit pro Sekunde für alle Anschlüsse, das bedeutet den mindestens 80-prozentigen Ausbau mit Glasfaser- statt Kupferkabeln. Der Ausbau erfolgt bis zur jeweiligen Grundstücksgrenze. Schließlich verlangt die Gemeinde eine Bürgschaft von 25 Prozent.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Beim Vermessen ihrer Maße: Fitness-Trainer soll Kundin betatscht haben - Frau zieht Anzeige zurück
Eine 41-Jährige hatte ihren Fitness-Trainer in Wolfratshausen wegen sexueller Belästigung angezeigt. Nun hat es sich die Frau noch einmal anders überlegt.
Beim Vermessen ihrer Maße: Fitness-Trainer soll Kundin betatscht haben - Frau zieht Anzeige zurück
Mysteriöser Straßenstrich in Wolfratshausen ruft Innenminister auf den Plan
Ein mysteriöser weißer Strich auf der Straße sorgte am Pfingstmontag in Wolfratshausen für Aufsehen. Nun äußert sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zu dem Fall.
Mysteriöser Straßenstrich in Wolfratshausen ruft Innenminister auf den Plan
In der Königsdorfer Jugendsiedlung Hochland lernen die Klimaschützer von morgen
Künftige Klimaschützer trafen sich zu einem Klimacamp in der Jugendsiedlung Hochland. 26 Kinder aus fünf Schulen im Münchner Süden und im Landkreis im Alter von elf bis …
In der Königsdorfer Jugendsiedlung Hochland lernen die Klimaschützer von morgen
Baugenossenschaft will 2019 abreißen: 72 Geretsrieder Wohnungen müssen leer werden
Auch die Baugenossenschaft ist in die Entstehung des neuen Geretsrieder Stadtzentrums involviert: Ein schicker Neubau wird das alte Haus aus den 1950er Jahren ersetzen. …
Baugenossenschaft will 2019 abreißen: 72 Geretsrieder Wohnungen müssen leer werden

Kommentare