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Schön und nützlich: Die neue Schutzausrüstung, die die Eglinger Feuerwehren erhalten, wurde von einem Arbeitskreis ein Jahr lang konzipiert. 

Neue Schutzausrüstung für die Helfer

Eglinger Feuerwehren im neuen Look

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Die sieben Eglinger Ortsfeuerwehren werden nach und nach mit neuer Schutzausrüstung ausgestattet. Sie ist genau auf deren Bedürfnisse abgestimmt. 

Egling– Die Eglinger Feuerwehr hat dringend neue Schutzkleidung gebraucht – und sie nun bekommen. „Die Umstellung ist nötig geworden, da ein Großteil der Kleidung über 20 Jahre alt ist, teilweise kaputt ist und somit nicht mehr den hohen Anforderungen der Feuerwehr entspricht“, erklärt Kreisbrandmeister Marc Vopelius. Ende März wurden die ersten neuen Modelle geliefert.

Fast ein Jahr lang plante ein Arbeitskreis das Vorgehen. In einer Gefährdungsanalyse wurde die Kleidung auf die Bedürfnisse der Eglinger Feuerwehren abgestimmt. „Auffällig ist, dass in den letzten Jahren die Anzahl der technischen Hilfeleistungen stark zugenommen hat“, so Vopelius. „Aus diesem Grund wurde ein besonderes Augenmerk auf die Sichtbarkeit gelegt.“

Die Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist verbessert

Die signalrote Einsatzjacke sorgt aus diesem Grund für eine besonders gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr, obwohl die Farbe für manchen ehrenamtlichen Helfer noch ein wenig ungewohnt ist. In der Kombination mit den vielen Reflexstreifen ist nun Präsenz im Straßenverkehr auch ohne zusätzliche Warnweste möglich. Die Wahrnehmung von Verunreinigungen auf der hellen Jacke ist durchaus gewollt. „So wird die Jacke regelmäßig gewaschen und einer Kontaminationsverschleppung vorgebeugt“, erklärt der Kreisbrandmeister.

Den größten Anklang finden die vielen Taschen und Verstaumöglichkeiten für Einsatzgeräte wie Funkgeräte oder Handlampen. „Alles findet hier seinen festen Platz“, so Vopelius. Im Einsatz werden sich die spezielle Nässesperre und die Atmungsaktivität bewähren.

Die Überhosen haben viele Verstaumöglichkeiten

Auch neue Überhosen wurden laut Vopelius angeschafft. Da sich der Atemschutztrupp im Brandeinsatz kniend fortbewegt, wurde bei der Auswahl der Hosen auf die Kniepolsterung besonders viel Wert gelegt. Die beiden seitlichen Taschen sind so geschnitten, dass der Atemschutzgeräteträger unter „Nullsicht“ Gegenstände wie eine Keile entnehmen kann. Dabei ist es nicht notwendig, die Handschuhe auszuziehen.

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Dem Arbeitskreis, der aus mehreren Kommandanten, Kreisbrandmeister und Atemschutzausbilder bestand, war es wichtig, dass alle gemeindlichen Feuerwehren zeitgleich mit der Umrüstung auf die neue Schutzkleidung beginnen. Doch nicht jeder kommt sofort in den Genuss der Ausrüstung. „Natürlich ist es nicht möglich, rund 350 Kameradinnen und Kameraden mit einem Schlag mit einer so hochwertigen Ausrüstung auszustatten“, erklärt Vopelius. Als allererstes werden die kaputten Kleidungsstücke ersetzt und dann Schritt für Schritt die anderen Garnituren ausgetauscht. Die alten Schutzanzüge, die nicht entsorgt werden müssen, bleiben vorerst noch als Reserve, um eine regelmäßige Reinigung der Einsatzkleidung zu ermöglichen.

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„Auch wenn die vollständige Umstellung auf die neue Kleidung ein paar Jahre dauern wird, sind wir dankbar, dass die Gemeinde die Finanzmittel zur Verfügung stellt“, sagt der Kreisbrandmeister. „Es ist ein sehr gutes Gefühl, wenn man weiß, dass die Kommune so hinter ihrer Feuerwehr steht.“

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