Nachruf 

Ein Pfarrer mit Sinn für Humor und Sport

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22 Jahre war Josef Weber Pfarrer der Gemeinde Egling. Vor wenigen Tagen starb der beliebte Seelsorger 91-jährig in Böbing, wo er zuletzt lebte.

Egling– Bürgermeister Hubert Oberhauser, selbst Ministrant unter ihm, hat ihn als „humorvollen Menschen“ in Erinnerung, der „gern im Wald gearbeitet, Holz gemacht“ hat. Angela Hasch, Eglings Kirchenpflegerin, kannte ihn als jemanden, dessen Liebe den Bergen und der Natur galt. Auch deshalb hat er „den „Pfarrgarten gehegt und gepflegt wie ein Gärtner“. Hauptsächlich aber kümmerte sich Josef Weber als Seelsorger von 1973 bis 1995 um seine Schäfchen in Egling, Neufahrn, Ergertshausen und Puppling.

Pfarrer Josef Weber: Eglings langjähriger Seelsorger starb am 4. März.

Am 4. März starb der ehemalige Pfarrer der Großgemeinde im Alter von 91 Jahren. Er wurde am vergangenen Samstag in Böbing im Pfaffenwinkel, wo er zuletzt gearbeitet, gelebt und gelegentlich ausgeholfen hatte, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zu Grabe getragen. Eine Busladung Eglinger, darunter viele Trachtler und Burschen, begleitete den äußerst beliebten Geistlichen auf dessen letztem Weg.

Weber war ein Pfarrer, wie man ihn sich wünscht: tiefgläubig, aber gleichzeitig offen, freundlich und gesellig. „Er war auch auf dieser Welt daheim, nicht nur auf der geistlichen“, sagt Angela Hasch und erinnert sich gerne an Webers Auftritte bei sportlichen Wettkämpfen. Der Pfarrer kickte gerne mit beim Ministranten-Fußballturnier, „aber nicht nur fünf Minuten, sondern zwei Halbzeiten“. Im Winter stellte er sich auf die Langlaufskier und mischte kräftig bei Meisterschaften in der Gemeinde mit.

In den 22 Jahren seiner Amtszeit in Egling hat Pfarrer Weber „unzählige Kinder getauft, Ehen geschlossen, Sterbenden beigestanden und sie beerdigt“, sagt Ergertshausens Kirchenpfleger Hubert Bernlochner. „In dieser Zeit wuchs eine ganze Generation heran, die von Pfarrer Weber nachhaltig christlich geprägt wurde.“ Bürgermeister Oberhauser erinnert zudem an ein weiteres Verdienst des Verstorbenen: Pfarrer Weber sei just zu der Zeit in der Gemeinde aktiv gewesen, als die Gebietsreform die vielen Einzel- zu einer Großgemeinde verschmolz. „Mit seiner Art hat er damals sehr viel zum Zusammenwachsen der Ortsteile beigetragen.“ 

peb

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