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Wursttheke einer Fleischerei

Eine Frage noch, bitte

Augen auf beim Einkauf: Darum ist die Wurst nicht wurst 

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Was heute als Wurst verkauft wird, hat oft nichts mehr damit zu tun. Metzgermeister Johann Oberhauser erklärt, warum ihm die Wurst nicht wurst ist - und wo man noch gute Produkte bekommt.

Egling – Wurst sollte aus Fleisch, Speck, Salz, Eiweiß, etwas Wasser und Gewürzen bestehen. Doch was wir uns heutzutage auf den Teller legen, hat damit oft nichts mehr zu tun: Erst kürzlich deckte das ZDF-Magazin Frontal 21 auf, wie die Fleischindustrie ihre Erzeugnisse panscht, mit Wasser bis zum Geht-nicht-mehr streckt, färbt und mit Proteinpulver aus Schlachtabfällen frisiert. Wir fragten Johann Oberhauser, gelernter Metzger und Wirt des Gasthofs Oberhauser in Egling, ob die Wurst noch zu retten ist und wie der Verbraucher sicher sein kann, an gute Produkte zu kommen.

Johann Oberhauser: Metzger und Chef des gleichnamigen Gasthofsin Egling.

„Ich liebe gute Wurst, ziehe sie jedem Filetsteak vor. Aber Sie haben Recht: Der Wurst geht’s nicht gut. Im Deutschen Lebensmittelbuch stehen unter anderem die Leitsätze, die vorgeben, welche Zutaten in eine Wurst gehören. Vor 25 Jahren klangen die noch ganz anders. Die hat man unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes und unter dem Druck der mächtigen Fleischindustrie auf EU-Norm gepresst. Das ist der größte Schwindel. Woran man merkt, dass die Wurst gut ist? Wenn einem nicht schlecht davon wird. Am besten sollte man beim lokalen Metzger seines Vertrauens das kaufen, was er selber isst oder seinen Kindern zu essen gibt. Und auf den Preis achten: Eine qualitativ hochwertige Lyoner beispielsweise ist unter einem Euro pro 100 Gramm nicht herzustellen. Alles was billiger ist, ist minderwertiges Zeug mit Hilfsstoffen.“ 

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