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Rücklagen nicht angetastet

Zauberwort Sparsamkeit: Egling investiert besonnen

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Die Vorberatungen für den Haushalt 2017 standen in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung. Mit dem Zahlenwerk, das Bürgermeister Hubert Oberhauser und Kämmerin Daniela Simon erarbeitet hatten und den Gemeinderäten präsentierten, war man allgemein zufrieden.

Egling – Die Stimmung war entspannt. „Wenn jetzt keine große Spende mehr reinkommt, können wir den Haushalt in der nächsten Sitzung verabschieden“, scherzte Oberhauser. Ganz im Ernst wies der Rathauschef darauf hin, dass die Gemeinde in einer glücklichen Lage ist. Die Rahmebedingungen stimmen: „Die Wirtschaft ist sehr stabil, der Arbeitsmarkt robust“, sagte er. Zwar gebe es ein paar Unwägbarkeiten, etwa die Frage, wie sich in Zukunft der Außenhandel gestaltet – Stichwort Trump. Dennoch gebe es keinen Grund für Pessimismus: „Wir müssen hier nicht übertrieben schwarzmalen.“

Nicht übermütig werden

Für Egling bedeutet dies, dass die Steuereinnahmen nach wie vor stabil sind. Doch übermütig wird deshalb niemand. „Es kommt darauf an, weiterhin überlegt zu agieren“, sagte Oberhauser. „Und ich möchte hier ausdrücklich das Wort ,Sparsamkeit’ einflechten.“ Eine gute Nachricht war außerdem die, dass 2016 nicht, wie geplant, 300 000 Euro aus den Rücklagen entnommen werden mussten. Im Gegenteil, man konnte 425 000 Euro dem Vermögenshaushalt zuführen.

Wichtige Investition: Hochbehälter in Deining

Eine wichtige Investition wird 2017 der neue Hochbehälter in Deining sein, die Gemeinde rechnet mit Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Auch die anstehende Sanierung der Schule schlägt sich schon im Haushalt nieder: 2017 sind für die Planungen (etwa die Machbarkeitsstudie) 231 000 Euro eingeplant, 2018 geht es wohl mit den ersten Baumaßnahmenlos.

Oberhauser: „Mit der Summe kommen wir gut hin“

In den Erhalt von Gemeindegebäuden wie die Hausmeisterwohnung in Deining oder das Schützenhaus in Endlhausen investiert Egling heuer 558 000 Euro. Die Ausstattung der Feuerwehr schlägt mit 412 000 Euro zu Buche, der Breitbandausbau, der schon weit vorangeschritten ist, mit 295 000 Euro. Für den Hochwasserschutz sind 130 000 Euro vorgesehen, für den Unterhalt der Straßen 350 000 Euro, also etwas weniger als in den vergangenen Jahren. Peter Lichtenegger (CSU) fragte deswegen nach: „Reicht das nach dem harten Winter? Wir werden Frostschäden haben.“ Oberhauser beruhigte ihn: „Mit der Summe kommen wir gut hin.“

Die Verabschiedung des Haushalts steht in der nächsten Gemeinderatssitzung am kommenden Dienstag, 21. Februar, auf der Tagesordnung.

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