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Vor dem Amtsgericht stand ein 48-Jähriger wegen körperlicher Misshandlung.

„Bin kein gewalttätiger Mensch“

Er ohrfeigte eine Eglingerin: Gautinger vor Gericht

Egling - Ein 48-jähriger Mann aus Gauting hat seine Freundin aus Egling geohrfeigt. Deswegen musste er vor Gericht - und wurde verurteilt.

Er soll seiner Eglinger Freundin zweimal mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Deshalb musste sich ein 48-jähriger Gautinger vor dem Strafrichter verantworten. In der Verhandlung stellte sich heraus: Die Frau (46) hatte sich die blutige Nase auf andere Weise geholt. Trotzdem wurde der Mann wegen Körperverletzung zu 1050 Euro Geldstrafe verurteilt.

„Bin kein gewalttätiger Mensch“

„Ich bin kein gewalttätiger Mensch und möchte auch nicht als solcher verurteilt werden“, sagte der Angeklagte, nachdem er dem Richter erklärt hatte, was sich am 25. Juli vorigen Jahres gegen 21.40 Uhr in der Wohnung seiner Lebensgefährtin, mit der er immer noch zusammenlebt, zugetragen hatte. Als er am Abend heimkam, hätten seine Freundin und deren Mutter – leicht betrunken – über unbezahlten Rechnungen gesessen. Daran habe sich ein Streit entzündet, den er beenden wollte, indem er kundtat: „Ich packe meine Sachen und gehe.“ Als die Freundin daraufhin seine Klamotten und sein Handy auf den Boden schmiss, „habe ich ihr eine mit der flachen Hand gegeben“, erzählte der Beschuldigte. Beim Verlassen der Wohnung sei er von hinten geschubst worden und deshalb nochmal reingestürmt. Was er nicht wusste: Seine Freundin stand hinter der Tür und bekam diese versehentlich ins Gesicht.

"Das war keine böse Absicht"

„Das war keine böse Absicht“, rechtfertigte sich der Angeklagte. Seine Freundin bestätigte die Version. „Wir haben gekabbelt. Er hat mir eine Watschn gegeben. Das war nix Schlimmes“, sagte die Geschädigte. Dann habe sie „volle Kanne“ die Tür gegen die Nase gekriegt. „Ich habe an der Tür gezogen, er gedrückt“, nahm sie eine Teilschuld auf sich. Die schiefe Nase habe sie sich selbst eingerenkt. Ein paar Tage später versöhnten sich Mann und Frau wieder. Eine Anzeige hatte sie damals nicht erstattet. Das erledigte die Polizei, die von der Mutter der Eglingerin alarmiert worden war. „Die schlagen sich die Köpfe ein“ hatte die 67-Jährige über den Notruf mitgeteilt. Sie habe allerdings vom Streit nichts gesehen, sondern sei durch die Schreierei erschreckt gewesen, erklärte die Zeugin.

Wie die Faustschläge den Weg in die Anklageschrift fanden, konnte nicht geklärt werden. Um eine Verurteilung kam der Mann dennoch nicht herum. „Sie haben ihr ohne jeden Rechtfertigungsgrund eine Ohrfeige gegeben. Das ist eine körperliche Misshandlung“, begründete Richter Helmut Berger die Verurteilung des Angeklagten zu 30 Tagessätzen à 35 Euro.

rs

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