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„Absolut selten“: Traditionsgasthaus feiert 150-jährigen Bierbezug von Hacker-Pschorr

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Von: Sabine Hermsdorf-Hiss

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Glückwunsch: (v. li.) Georg Baudrexl, Andreas Steinfatt (beide Hacker-Pschorr), Karin und Robert Hansch, Simon Huff (Hacker-Pschorr) und Bürgermeister Hubert Oberhauser.
Glückwunsch: (v. li.) Georg Baudrexl, Andreas Steinfatt (beide Hacker-Pschorr), Karin und Robert Hansch, Simon Huff (Hacker-Pschorr) und Bürgermeister Hubert Oberhauser. © sh

Seit sage und schreibe 150 Jahren beliefert Hacker-Pschorr das Gasthaus Hansch in Feldkirchen mit Bier. Das wurde vor wenigen Tagen gebührend gefeiert.

Feldkirchen – Es ist ein Jubiläum, dass zwingend mit Gerstensaft gefeiert werden muss: Seit 150 Jahren bezieht der Gasthof Hansch im Eglinger Ortsteil Feldkirchen von derselben Brauerei sein Bier – nämlich von Hacker, beziehungsweise Hacker-Pschorr. Aus diesem Anlass scharten die Wirtsleute Karin und Robert Hansch ihre treuen Freunde, Stammgäste und langjährige Wegbegleiter kürzlich um sich. Ein Ochs drehte sich am Spieß, die „Schronboch-Musi“ spielte zünftig auf, die Gäste ließen das Wirtsehepaar hochleben und genossen die eine oder andere Mass.

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„Eineinhalb Jahrhunderte Bierbezug bei einer Brauerei, das ist absolut selten“, betonte Hacker-Pschorr-Geschäftsführer Andreas Steinfatt. Zusammen mit Simon Huff, Gebietsverkaufsleiter für Gastronomie, sowie Georg Baudrexl, regionaler Verkaufsdirektor Gastronomie, dankte Steinfatt den Wirtsleuten persönlich für die Partnerschaft. Im Gepäck hatten die Herren neben einem Blumenstrauß eine Plakette mit der Aufschrift „Gasthaus Hansch – 150 Jahre Hacker Pschorr“, sowie eine Ehrenurkunde.

Hacker Pschorr beliefert Gasthaus seit 150 Jahren - Jubiläumsfeier mit Pferdegespann

Steinfatt traf Karin und Robert Hansch im vergangenen Jahr auf einer Gastronomie-Messe in Salzburg. „Wir waren uns sofort einig, dass man so ein Jubiläum nicht übergehen kann.“ Grundsätzlich gab es also früh Klarheit – „aber über das ,Wie‘ gab es ernste Ehe-Disskussionen“, verriet der Brauerei-Geschäftsführer mit einem Augenzwinkern.

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Karin Hansch wollte ein traditionelles Pferdegespann, ihr Gatte Robert wünschte sich den Hacker-Pschorr-Durstlöschzug, der ihm schon als kleiner Bub bei diversen Leonhardiumzügen gefiel. Steinfatt: „Dann haben wir uns auf eine Mass – natürlich von unserem Bier – hingesetzt. Das Ergebnis: Sowohl das Gespann, als auch der Löschzug stehen zum Jubiläum vor der Tür.“

Hacker-Pschorr-Jubiläum im Gasthaus Hansch: „150 Jahre, das ist schon eine beeindruckende Zahl“

Eglings Bürgermeister Hubert Oberhauser gratulierte beiden Parteien zu der jahrzehntelangen Geschäftsbeziehung. „150 Jahre: Das ist schon eine beeindruckende Zahl. Das muss man erst einmal durchstehen.“ Anno 1872 war das Deutsche Kaiserreich eben erst gegründet worden, der Deutsch-Französische Krieg seit einem Jahr beendet. Und im Gasthof gleich neben der Kirche St. Georg in Feldkirchen wurde Hacker-Bier ausgeschenkt. „Seitdem hat sich viel verändert, aber die Brauerei, jetzt unter dem Namen Hacker Pschorr, und der heutige Gasthof Hansch sind immer noch Partner.“

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Rathauschef Oberhauser ist sehr wohl bewusst, dass die Gastronomie in der heutigen Zeit beileibe kein Zuckerschlecken ist. „Uns als Gemeinde ist es wichtig, dass solche Betriebe erhalten bleiben. Dafür sind wir auch bereit, etwas zu tun.“ Seinen Worten ließ der Bürgermeister umgehend Taten folgen – er überreichte Karin und Robert Hansch das Gemeindewappen. Oberhauser: „Damit Ihr, wenn es mit der Erweiterung Eures Gasthauses losgeht, genau wisst, wo ihr hinmüsst, um die Genehmigungen einzuholen.“

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